Zitiert: Journalismus braucht funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“

Hinter dieser bewussten Attacke auf die Medien stecke die Absicht, die traditionellen Werte zu zerstören. Am Ende zähle nicht mehr die Wahrheit, sondern nur noch die Macht. Vor diesem Hintergrund greife der berufsethische Ansatz der meisten Journalist*innen, in erster Linie wahr, umfassend…

Zitiert: Journalismus braucht funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“

Zwei Drittel der republikanischen Wähler vertrauten vor allem Fox News, während für das Lager der Demokraten immerhin noch fünf Medien relevant seien, denen zumindest ein Drittel der Befragten vertraue. Eine gemeinsame Öffentlichkeit sei hier bereits eine Fiktion. Dies stehe durchaus im Einklang…

Zitiert: Werbeagenturen bestimmen, wie Öffentlichkeit aussehen soll

Die Werbeagenturen, die die Öffentlichkeitsbedürfnisse der Industrie einsammeln, bestimmen, wie Öffentlichkeit aussehen soll. In dem Moment müssten sich alle Stiftungen, die gemeinnützig sind, verbünden, um wieder eine klassische bürgerliche Öffentlichkeit zu etablieren. Diese Gegenöffentlichkeit, die die klassische Öffentlichkeit bewahren hilft, müssen wir organisieren. Immer wenn wir einen Missbrauch sehen, müssen wir ein Gegenmittel ersinnen.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 12

Zitiert: Es braucht eine Gegenöffentlichkeit, die die Gleichgewichte wieder herstellt

Die smarten digitalen Agenturen sind in der Lage, unsere Wünsche schneller zu verstehen, als wir sie in uns erzeugen. Da sitzen wir als Roboter davor. Ausgeleert. Wenn Algorithmen so mächtig sind, müssen wir an einer Gegenöffentlichkeit bauen, die die Gleichgewichte wiederherstellt. Vor allem muss man das Selbstbewusstsein der Produktionssphäre aufrechterhalten, wenn sich sonst alles in Informatik auflöst. Wir brauchen menschliche Arbeit in der Gesellschaft. Wir müssen die schwierigere Arbeitswelt verteidigen gegen die Verteilerwelt.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 8

Zitiert: Die Probleme der “Systemmedien”

Die Medien sind in vielen Ländern zu einem Teil des politischen Systems geworden. Es gibt im politischen Journalismus ein Rollenverständnis, das lautet: Wir sind dann objektiv und fair, wenn wir in unserer Berichterstattung stets allen Parteien Platz einräumen. …

Es gibt zwei Probleme mit dieser Haltung. Wenn das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Parteien sinkt, sinkt auch das Vertrauen in die Medien. Das zweite Problem geht auf einen grundlegenden Konstruktionsfehler zurück. Weiterlesen Zitiert: Die Probleme der “Systemmedien”