Zitiert: Woran man sich bei der ARD-Debatte um neue „digitale Angebote“ für neue Zielgruppen erinnert fühlt

Nicht die Öffentlichkeit hatte auf den Rundfunk gewartet, sondern der Rundfunk wartete auf die Öffentlichkeit., und um die Situation des Rundfunks noch genauer zu kennzeichnen: Nicht Rohstoff wartete auf Grund eines öffentlichen Bedürfnisses auf Methoden der Herstellung, sondern Herstellungsmethoden sehen sich angstvoll…

Zitiert: Journalismus braucht funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“

Vor diesem Hintergrund greife der berufsethische Ansatz der meisten Journalist*innen, in erster Linie wahr, umfassend und korrekt zu berichten, zu kurz. Denn der Journalismus brauche eine funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“. Sein Anspruch müsse daher sein, sich auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu engagieren. Gegen Brexit-Lügen und Corona-Leugner komme ein Journalismus, der allein auf Factchecking basiere, auf die Dauer nicht an. Nötig sei vielmehr auch der Erwerb und Einsatz eines „Grundwissens über Psychologie und Hirnforschung“.

Günter Herkel, verdi.de, 26.10.2020 (online)

Zitiert: Wikileaks-Gründer wird öffentlich falsch dargestellt

Mir kam ein sehr höflicher, ungeheuer interessierter Mensch entgegen, mit dem es großen Spaß machte zu diskutieren, über die digitale Welt, über das emanzipative Potenzial des Internets. Dieser Mensch hatte kaum etwas mit dem zu tun, was Journalisten in aller Welt über…

Zitiert: Corona dominiert öffentlichen Diskurs weitaus stärker als Klima- bzw. Migrationsdiskurs

Die Zahlen von Herrn Eisenegger für die Schweiz, die wahrscheinlich für Deutschland auch in etwa so gelten: Was den Klimadiskurs anlangt, maximal zehn Prozent Anteil in den Nachrichten, was den Coronadiskurs anlangt, 60 bis 70 Prozent in den Spitzenzeiten. Wir sind wirklich in einer Weise bombardiert worden, die den Menschen Angst gemacht haben muss, diese in Panik versetzt haben muss. Und was das wiederum für Folgen hat für die Politik, das müsste man vielleicht doch auch noch mal nachrecherchieren, ob da nicht die Medien und Journalistinnen und Journalisten auch einiges falsch gemacht haben.

Stephan Ruß-Mohl, Deutschlandradio Lesart, 02.01.2021 (online)