Lese-Tipp: Aufmerksamkeit und Ignoranz – Die öffentliche Meinung als Konstrukt

Was ist die öffentliche Meinung? Wie äußert sie sich, und wie kann man sie vermessen? Wie hat sie sich durch soziale Netzwerke verändert? Diesen Fragen geht der Soziologe Michael Jäckel in diesem Gastbeitrag nach. Die Möglichkeiten, sich zu informieren, sind durch das Internet vielfältiger geworden, schreibt er, doch wem vertraut der Einzelne auf der Suche nach Information? Das Informationsverhalten im Alltag beruht auf Konventionen und Gewohnheiten, Alte informieren sich anders als Junge, wer in der Stadt lebt, nimmt andere Informationen wahr als die Menschen auf dem Land.

Michael Jäckel, epdmedien, 11.3.2022 (online)

Zitiert: Die Jugend von heute ist anfällig für Fake News

Die am Dienstag vorgestellte Sonderauswertung der Pisa-Studie zu Lesekompetenz lässt Schülerinnen und Schüler schlecht dastehen. Schuld sind die Erwachsenen. …. Man muss das einmal weiterdenken: Wenn heute weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland in der Lage ist, in Texten Fakten…

Zitiert: Nicht jedes Pro-Contra ergibt journalistisch Sinn

Ich bin politischer Journalist. Mir fallen nicht viele Themen ein, in denen ein „Pro und Kontra“ in einer kurzen, knappen Form ergiebig ist. Es gibt die Themen. Aber schon zum Thema Corona-Maßnahmen das richtige Pro und das richtige Kontra in eineinhalb oder zwei Minuten zu formulieren, kann ich mir nur schwer vorstellen. Das gilt erst recht für Themen wie Migrationsgesellschaft, Kriminalität, Klima oder Dieselfahrzeug.

Stefan Raue, faz.net, 15.11.2020 (online)

Zitiert: Jüngere Journalist*innen wollen mehr Subjektiviät

Die Jüngeren haben eine tiefe Sehnsucht nach neuer Subjektivität. Das ist eine ganz spannende Entwicklung. Gerade der journalistische Nachwuchs definiert sich zunehmend nach seiner eigenen, ganz subjektiven Perspektive. Und er hat eine andere Perspektive auf politische Aktionen und den journalistischen Beruf.

Stefan Raue, faz.net, 15.11.2020 (online)