Zitiert: Tagesthemen reduzieren die Anzahl der Kommentare

Weniger ist mehr – so lautet inzwischen die Devise bei den Tagesthemen. Präziser muss es heißen: Weniger „Meinung“ ist mehr.

Im vergangenen Jahr hat das Nachrichtenmagazin der ARD 205 Meinungsbeiträge ausgestrahlt und damit nicht nur rund ein Fünftel weniger als 2022, sondern so wenig wie seit 2014 nicht mehr. Und das ist kein Zufall. 2023 markiert in der Historie der Tagesthemen eine Trendwende. […] 2021 erreichte das Format mit 265 Meinungen den Höchststand. (Paid)

Volker Nünning, medieninsider, 28.02.2024 (online, Paid)

Zitiert: Man muss sich zu allen möglichen Dingen verhalten

Billy Wilder hat mal gesagt, wenn ich eine Botschaft hätte, wäre ich Briefträger geworden. Jeder, der sich solch eine Geschichte anschaut, wird etwas anderes daraus ziehen. Ein Film kann bei unterschiedlichen Menschen auf unterschiedliche Resonanzböden fallen. Man muss also genügend Angebote unterbreiten,…

Zitiert: Warum ein guter Kommentar einseitig ist

Viele meinen, Journalisten dürften gar nicht kommentieren. Sie verstehen nicht, dass ein guter Kommentar einseitig sein muss, weil er dem Publikum ein Angebot für die eigene Meinungsbildung machen will. Die Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nutzen diese Missverständnisse und brandmarken Kommentare immer wieder…

Zitiert: Meinung oder Expertise

Wir sollten politisch opportune Meinungen nicht mit tatsächlicher Expertise verwechseln. Echte Expert*innen zeichnen nie ein simples Bild, sondern sie differenzieren. Das macht einen Sachverhalt auf den ersten Blick komplizierter, aber die Berichterstattung wird dadurch präziser und wahrhaftiger. Die Welt ist halt komplexer als eine »Bild«-Schlagzeile.

Sheila Mysorekar, nd-aktuell.de, 16.8.2023 (online)