Es fehlt: Die lesenswerte Zeitung im Netz!

„Das Absurde ist: Es existiert so ziemlich alles mögliche (inklusive eigener Facebook- und Twitter-Redaktion), aber genau das Angebot der gedruckten Zeitung in vernünftiger digitaler Form, das existiert nicht. Das muss man mehrfach schreiben, um es durch Wiederholung zu betonen: Ausgerechnet das in Print seit so vielen Jahrzehnten funktionierende Konzept wird von den deutschen Verlagen nicht einfach aufs Netz übertragen, als wäre mit der Änderung des Trägermediums plötzlich auch der inhaltliche Geschmack des Lesers ein komplett anderer. … Weiterlesen Es fehlt: Die lesenswerte Zeitung im Netz!

Übergriffe auf Journalisten: Lesenswerter MDR-Kommentar sowie Resolution von Medienunternehmen

„Seit Anfang an haben Pegida-Anhänger Journalisten bedroht. Immer wieder wurde darüber berichtet. In den vergangenen Wochen hat sich die Bedrohungslage für Berichterstatter erheblich verschärft“, berichtet Uta Deckow (Leiterin Politik-Desk MDR-Landesfunkhaus Sachsen) und stellt fest, dass der es zunimmt, nur so lange für Pressefreiheit zu sein, „solange es die eigene Meinung deckt“. Weiterlesen Übergriffe auf Journalisten: Lesenswerter MDR-Kommentar sowie Resolution von Medienunternehmen

Historie des „Begriffs“ Lügenpresse und aktuelle medienkritische Debatten

Der Vorwurf der Lügenpresse ist nicht neu. Den Vorwurf, die Presse würde lügen, gab es schon vor über 200 Jahren, der Begriff „Lügenpresse“ vor fast genau 100 Jahren erstmals in einer Publikation öffentlich verwendet. Neu ist, in welchem politischen Kontext er gebraucht wird. Spannend ist, dass die Zensur lange als Mittel galt, die Zeitungen vom Lügen abzuhalten.

 

Im Rahmen der Linken Medienakademie hielt ich am Montag, 23.9.2015, in dem Räumen der Humboldt-Uni einen Einführungsvortrag zur Historie des Begriffs der „Lügenpresse“.

 

Vortrag in Langform – das gesprochene Wort war kürzer – zum Download (pdf)

Zitiert: Sind Massenmedien immer noch „asoziale“ Medien?

„Die Kernfrage lautet: Waren die „alten“, etablierten Kanäle wie Presse, Radio und Fernsehen also in gewissem Sinne – und bitte in Anführungsstrichen – schlicht „asozial“ – und sind sie es, da sie ja weiter existieren, am Ende immer noch? Auch wenn das…

Zitat: Kritik am „konstruktiven Journalismus“

„Haagerup … plädiert dafür, die klassischen Kriterien, welche Berichte Nachrichtenwert haben, um den Gedanken der Konstruktivität zu ergänzen. Aber vieles, das er in seinem Buch anprangert, sind gar keine Beispiele für klassischen, negativen Journalismus, sondern einfach Beispiele für schlechten Journalismus. Das Phänomen, dass klassische Auswahlkriterien von Nachrichten dazu führen, sich fast ausschließlich mit Negativem zu beschäftigen, vermischt er mit der Kritik an der Boulevardisierung und Trivialisierung von Medien – zweifellos ein Problem, aber ein anderes.“

 

Stefan Niggemeier, FAS, 23.8.2015 (online)