Medien in Südosteuropa: Unabhängiger Journalismus kämpft ums Überleben

Roman Berger war bei einer von der OSZE veranstalteten Konferenz zu „Meinungsfreiheit, Medienvielfalt und (Selbst)-Zensur“, die in Belgrad stattfand.

 

„Viele der in Belgrad anwesenden Medienschaffenden aus den Balkanstaaten fühlen sich im Stich gelassen. Über ihre dramatische Lage werde in den internationalen Medien nur noch selten berichtet, weil es in Ex-Jugoslawien keine offenen Konflikte mehr gebe. Übersehen werde, dass die Ursachen der Kriege in den 90er-Jahren noch lange nicht bewältigt seien.“

 

Infosperber, 04.08.2015

 

Zum Nachlesen (online)

Zitiert: Vielfalt in der Breite für alle Generationen

„Die Presse einer Millionenstadt erlaubt eine unendliche Vielfalt der Gliederung, nach politischer Orientierung, nach Ständen und Gesellschaftsklassen, nach Berufsinteressen und nach Liebhabereien. In alle diese Richtungen lassen sich Schnitte legen, lassen sich die Zeitungen spezialisieren. Nur nach Generationen nicht. Denn Generationen sind…

Zitat: Medienjournalismus ist in den Medienhäusern die unbeliebteste Disziplin des Journalismus

„Medienjournalismus ist in den Medienhäusern die unbeliebteste Disziplin des Journalismus. Die tägliche Mediennutzung von Radio, TV, Internet und Presse liegt zwar heute bei acht Stunden. Doch über die Akteure dieser acht Stunden erfahren wir fast nichts“, so der Schweizer Journalist Kurt W. Zimmermann, „Im Medienjournalismus sind die herrschenden Verhältnisse die Verhältnisse der Herrschenden. … Medienjournalismus ist stets ein internes Risiko für externe Geschäftsbeziehungen.“

 

Kurt W. Zimmermann auf http://de.ejo-online.eu/ (online)

 „Schatten auf Frank Plasbergs weiße Weste“

„Hart aber fair“-Mitarbeiter wirbt für Versicherungstag, titelt die Berliner Zeitung (27.07.2015). „Der WDR ermahnt Plasberg-Firma im Zusammenhang mit einem Event des Versicherungsverbands“, schreibt Markus Ehrenberg im Tagesspiegel. Ein hochrangiger Mitarbeiter der Redaktion von „Hart aber fair“ hat eine Einladung für einen Lobbyverband unterschrieben, berichtet Hans Hoff in der Süddeutschen Zeitung (27.07.2015) und zitiert Frank Plasbergs Ko-Geschäftsführer Jürgen Schulte, der die Verantwortung übernimmt: „Dass ein Kollege der Hart-aber-fair-Redaktion mit Hart aber fair statt mit Ansager & Schnipselmann gezeichnet hat, war ein Fehler.“ Nicht die Tat an sich, der falsch gewählte Absender war also der Fehler. Weiterlesen  „Schatten auf Frank Plasbergs weiße Weste“