Zitiert: Der tägliche Kommentar als Prinzipienreiterei

Mich stört am täglichen Kommentar zweierlei: die Prinzipienreiterei, die er deutlich macht und die unterschiedliche Qualität. Meinungsjournalismus ist eine feine Sache, wenn er nicht so tut, als ob er ein Stück Berichterstattung sei. Das ist auch nicht das Problem, denn daß da einer seine persönlichen Ansichten verkündet, ergibt sich aus der Ansage. Aber eine klare, eindeutige Meinung zu einer bestimmten Sache kann ich oft nicht erkennen.

Hanns Joachim Friedrichs: Journalistenleben. Droemer Knaur, München 1995. S. 247

Zitiert: Geschwätz von der „Diktatur der Virologen“

Das zurzeit grassierende Gerede von der „Diktatur der Virologen“ gleicht älterem Geschwätz von der Schuld der Physik an der Atombombe. So funktionieren Ausreden für Leute, die schlechte Politik zugelassen (oder sogar, in nicht diktatorischen Gesellschaften: gewählt) haben und bei schlechter Wirtschaft einkaufen…

Zitiert: Die Krise offenbart, was dem öffentlich-rechtlichen Journalismus fehlt

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gibt dabei nur punktuell ein gutes Bild ab. Es fehlt an gutem Wissenschaftsjournalismus, es fehlt an Plattformen, die multiperspektivische Fragestellungen aufwerfen. In den politischen Talkshows regiert der monothematische Ausnahmezustand, der zumeist sprechend reproduziert, aber nicht denkend durchbrochen wird. Dass…

Zitiert: Drei Defizite des Journalismus in der Corona-Krise

Für mich gibt es drei Defizite, denen zum Teil jetzt noch begegnet werden kann. So wurde offensichtlich, dass es zu vielen Journalisten schlicht an statistischem Wissen fehlt. Dieses ist aber notwendig, wenn die Validität von Zahlen zu Infizierten, Toten oder von Ergebnissen…