Zitiert: Reduktion des Journalismus soll Nachdenken verhindern

Tatsächlich geht es nicht darum, ob ein Ministerpräsident nun dies tut oder das oder ob ein Virologe recht hat oder nicht. Sich darauf zu fokussieren, ist eben genau die Reduktion auf ein gedankliches Minimum, die die Diskussion über die notwendigen Veränderungen verhindert. In vielem scheinen diese Art von medial aufgebauschten Geschichten genau dieses Ziel zu verfolgen – zu verhindern, dass die Menschen nachdenken und Dinge anders machen könnten.

Georg Diez, taz.de, 27.05.2020 (online)

Zitiert: Journalistisch betrachtet ist das Wörtchen „droht“ ideal

In den vergangenen Wochen ist mir bei der Zeitungslektüre aufgefallen, dass durch Corona eine Menge „droht“. Dieses kleine, dunkel-raunende Wörtchen erlebt gerade eine bedrückende Popularität. Quasi täglich kommt irgendein Corona-Bedrohungsszenario hinzu. Also habe ich mal im Archiv und im Internet nachgeschaut, was…

Zitiert: Muss man alle „Sorgen ernst nehmen“?

Es heißt, man müsse ihre Sorgen ernst nehmen, ihnen auf Augenhöhe begegnen. Doch sie werten jede Diskussionsbereitschaft als Zugeständnis ihres Gegenübers und Anerkennung, ja als Indiz dafür, ihr Unsinn wäre eine akzeptable Position. „Auf Augenhöhe diskutieren“ bedeutet hier, dass beide Seiten ihre…

Zitiert: Ost-West-Spaltung bei der Darstellung von Auseinandersetzungen

Aber die vergangenen Wochen haben auch gezeigt, dass sich bei den Protesten eine merkwürdige Ost/West-Spaltung abzeichnet. Während sich in ostdeutschen Städten allenfalls mehrere Hundert Menschen versammeln, sind es in Stuttgart oder München gleich mehrere Tausend. Bemerkenswert ist dabei, dass es selbst in…