Stefan Raue: „Die Einordnung ist das Wichtigste“

Wir haben, zugespitzt gesagt, die merkwürdige Diskussion, Medien wären gut, wenn sie nur das abbilden, was ist. Und so einfach ist die Geschichte nicht. Fakten sagen für sich gar nichts, die Einordnung ist das Wichtige, der Diskurs darüber ist das Wichtige. Meinung ist keine Kampfansage an den anderen, ist kein Beitrag zum inneren Bürgerkrieg. Es kommt nur darauf an, dass Meinungen in einer fairen Weise diskutiert werden können. …. Öffentlich-rechtliche Medien haben zwei Aufgaben: zu spiegeln, was in der Gesellschaft ist. Und es einzuordnen. Wir können auf keines von beiden verzichten.

Stefan Raue, faz.net, 15.11.2020 (online)

Zitiert: Journalismus braucht funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“

Zwei Drittel der republikanischen Wähler vertrauten vor allem Fox News, während für das Lager der Demokraten immerhin noch fünf Medien relevant seien, denen zumindest ein Drittel der Befragten vertraue. Eine gemeinsame Öffentlichkeit sei hier bereits eine Fiktion. Dies stehe durchaus im Einklang…

Zitiert: Die Bauern sind da cleverer als die Verleger

Wir müssen dazu übergehen, Inhalte zu fördern und die Auswahl der Kanäle für die Verteilung dem Markt überlassen. …. Dafür gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten. Erstens: Der Bund unterstützt, wie beim Print, die Infrastruktur. Zweitens: Der Bund subventioniert die «Abos», legt also…

Klick-Tipp: Kritischer Journalismus unter Druck

Zunehmend werden einzelne Journalist*innen schon im Vorfeld einer Veröffentlichung durch anwaltliche Schreiben eingeschüchtert bis bedroht, um eine kritische Berichterstattung zu verhindern. Mit Post vom Anwalt hatte Anna Hunger schon gerechnet, nachdem sie über die hassverseuchten Dialoge und menschenverachtende Gedankenwelt eines AfD-Mitarbeiters berichtet…