Zitiert: Boulevard wandert ins Netz

Seit Medien dank der Digitalisierung dahingehend demokratisiert wurden, dass jeder und jede Falschinformationen verbreiten kann, brauchen Leute wie Wendler oder Attila Hildmann keine Schockblätter vom Boulevard mehr, um ihr Anliegen unters Volk zu kriegen. Meine Prognose lautet da, dass Inhalte abseits journalistischer Standards von der Personality-Story bis zur politischen Ideologie für große Publikationen an Relevanz verlieren, weil Influencer über Social Media und Messengerdienste wie Instagram oder Telegram mit jedem Mist Klicks kriegen.

Benjamin Fredrich, journalist.de, 20.01.2022 (online)

Zitiert: Vorbereitung in ARD-Talk ging zum einem Drittel in die Verteidigung von Themen und Gästen

Der Sonntagabend-Talk war die Sendung, die ich mit dem grössten Ehrgeiz gemacht habe. Ich wollte das Beste aus der Welt des privaten Fernsehens und des öffentlichrechtlichen zusammenführen und den Politikbegriff erweitern. Das ist mir aber nicht dauerhaft gelungen. Mir haben zu viele…

Zitiert: Rückkehr zur Normalität hieße, Pandemien nicht verhindern zu können

Dass die Globalisierung in Verbindung mit der steigenden Nachfrage nach tierischem Eiweiß und der fraktalen Landwirtschaft am Rande der Regenwälder diese Ausbrüche wahrscheinlicher macht, und dass wir dringend die Laborkapazitäten ausbauen und mehr in die Gesundheitsversorgung an vorderster Front investieren müssen, wenn…

Zitiert: Hat die deutsche Auslandsberichterstattung blinde Flecken?

Der Historiker und Germanist Ladislaus Ludescher hat mehr als 1.300 Stunden Tagesschau ausgewertet und Leitmedien analysiert. Ein Gespräch über vergessene Welten und doppelte Standards. … Für das ARD-Studio in Nairobi gibt es zwei Korrespondenten und die sind für 38 afrikanische Staaten verantwortlich mit 870 Millionen Einwohnern. Im Fernsehstudio in Prag sitzen auch zwei ARD-Korrespondenten, und die haben als Gebiet Tschechien und die Slowakei mit 16 Millionen Einwohnern. Das zeigt die Relationen – und gibt natürlich auch ein Stück weit vor, welche Regionen wie stark abgebildet werden.

Ladislaus Ludescher, kontextwochenzeitung.de, 19.01.2022 (online)

Zitiert: „redaktionelle Gesellschaft“ braucht ein eigenes Schulfach

Ich selbst werbe seit vielen Jahren in Ministerien und auf Bildungskongressen ziemlich erfolglos für die Idee einer redaktionellen Gesellschaft, die im Kern besagt: Die Maximen des guten Journalismus müssen zu einem Element der Allgemeinbildung werden. Diese lauten beispielsweise: „Prüfe erst, publiziere später!…