Neue Abhängigkeit des Onlinejournalismus

„Zahlreiche Online-Medien werden von Investoren finanziert, über die sie berichten“, meldet die FAZ. Daraus würden Interessenkonflikte entstehen. Allerdings sehen das die Macher oft nicht so. So verdienen die meisten „Technik-Blogs ihr Geld mit Live-Events oder Konferenzen, die von großen Firmen finanziert werden. … Das Silicon Valley ist ein Mikrokosmos. Man kennt und schätzt sich, viele Journalisten haben früher selbst bei Start-ups gearbeitet. Seitenwechsel sind keine Seltenheit.“

 

FAZ, 05.12.2014

 

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Seymour Hersh zum guten Journalismus

„Es geht immer nur um die Gegenerzählung. … Guter Journalismus muss die Gegenerzählungen finden.“

 

Aber so einfach ist das ja nicht: Was sind denn, in Zeiten globaler Überwachung, die richtigen, die klugen Gegenerzählungen? Müssen es anarchistische Selbstermächtigungen sein oder reformistische Staatskritiken? Geht es vor allem um digitale Selbstverteidigung – oder um offensive Angriffsstrategien? Und wenn ja: Um welche?

 

taz, 6.12.2014

 

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Dokumentiert: Owned Media versus Paid media

„Owned Media steht für Kanäle, die von Firmen bereitgestellt werden: Kundenmagazine, Homepages, Social-Media-Auftritte. Das Gegenstück ist Paid Media, also Zeitungsanzeigen, Werbebanner im Internet, TV-Spots. Laut einer McKinsey-Studie von 2012 wird die deutsche Wirtschaft ihr Budget für bezahlte Werbeplätze bis 2015 nur um 0,7 Milliarden Euro steigern, jenes für eigene Informationskanäle aber um 4,5 Milliarden Euro. Warum soll man dann noch herkömmliche Werbung schalten, deren Effekt sowieso fraglich ist, wenn man die Geschichten selber kreieren und verbreiten kann, man also zum Medienakteur werden kann?“ fragt Christof Gertsch in der NZZ (16.12.2014)

 

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