Klick-Tipp: 2254 Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten!

Die Mitte Juni durchgeführte Programmreform beim Deutschlandradio soll es ermöglichen, „Politik unter kulturellen Aspekten“ zu betrachten, „Kultur politisch“ beleuchten. (Ulrike Simon in der Berliner Zeitung.) Das eine Programm soll klar wortorientiert sein, das andere mehr musikorientiert.

Da es beim Deutschlandfunk schon viele Wortsendungen gibt, ist für lange Wortsendungen des Deutschlandradios kein Platz mehr frei. Besonders groß ist der Widerstand gegen die Abschaffung der „2254 Nachtgespräche“. (Marvin Schade auf meedia.de) Seit zwei Monaten läuft dazu auch eine Petition.

 

Link zur Petition

Mangel an Ideen für journalistische Apps

Cornelia Wolf untersuchte journalistische Apps etablierter Medienunternehmen (Media Perspektiven 05/2014) Dabei stellte sie vier Dinge fest:   Erstens: „Derzeit besteht ein Trägheitsprinzip in der formalen und inhaltlichen Gestaltung der Apps. Eigenständige journalistische Ideen sind kaum vorhanden, die Apps sind stark an das…

Konsequenter Konzernumbau bei Axel Springer AG

Andreas Vogel beschäftigt sich in Media Perspektiven (06/2014) mit der Entwicklung der Publikumszeitschriften und beantwortet die Frage, warum der Axel Springer Verlag „seine Wurzeln verkauft“, so:

 

„Konsequent bis zum Verkauf der eigenen Wurzeln betreibt Axel Springer den Konzernumbau hin zu digitalen Geschäftsfeldern. Die Programmzeitschrift  Hörzu hat dem Verlag jahrzehntelang sein Wachstum ermöglicht. Die 2014 verkauften Zeitschriften erwirtschafteten im Jahr 2013 noch eine Rendite von über 20 Prozent. Doch der Konzern hat offensichtlich ein konkretes anderes Ziel. Axel Springer will in Deutschland der größte digitale Vermarkter werden. Es geht nicht mehr länger primär um das Verlegen publizistischer Leistungen, sondern um das Einrichten oder Unterstützen von Handelsmärkten:

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TTIP und die Kultur: Intellektuelle Zumutung

„Gegner des Freihandelsabkommens mit den USA fordern pauschal, „die Kultur“ müsse unbedingt geschützt werden. Das reicht vom Tatort bis zur Bayerischen Staatsoper. Aber was genau verteidigen sie da eigentlich?“, fragt Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung (07.08.2014)   Und er stellt fest:…

Zitat: Filmförderungs-Schnäppchen Senderecht

„… wenn ein Projekt Fördermittel aus der HR-Förderung bekommt, erhält der Hessische Rundfunk das Senderecht für eine einmalige Ausstrahlung im Dritten Programm. Konkret gesprochen: Für eine Fördersumme zwischen 30.000 und 70.000 Euro erhält der Sender unter Umständen die Lizenz für einen Spielfilm. Das nenn ich ein Schnäppchen. Aber der Hessische Rundfunk macht wenig Gebrauch von diesen Lizenzen.“

 

 

Maria Wismeth, Geschäftsführerin der Kulturellen Filmförderung des Landes und des Hessischen Rundfuns im Gespräch mit black box, Juni/Juli 2014