Tabea Rößners Vorstellungen zur Reform des FFG

Ich bin derzeit in Gesprächen mit vielen Verbänden und Vertretern der Branche, um dann auch ein stimmiges Konzept präsentieren zu können. Insofern ist es noch nicht spruchreif. Entscheidend ist für mich jedenfalls, dass die Kriterien in der Referenzfilmförderung auf den Prüfstand kommen…

Bekamen ARD, ZDF und Deutschlandradio über Jahre hinweg nicht mehr Geld?

Ihre Wirtschaftspläne vermitteln ein anderes Bild. Im Jahr 2010 planten sie, ca. 8,640 Mrd. Euro auszugeben. Für 2015 standen dann schon 8,975 Mrd. Euro als Summe in den Wirtschaftsplänen. Doch 2010 muss man mit dem Jahr 2014 vergleichen, fanden doch hier zwei große Sportereignisse statt (Olympiade und Fußball-WM). In 2014 planten die Sender 9,003 Mrd. Euro auszugeben.

Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte von 25.078 (2010) auf 25.045 (2015) sinken.

Zitat: Führt die Distanz zwischen Behauptung und Wirklichkeit zu „falscher“ Berichterstattung?

 

„Im Fernsehen kriegen Sie jeden Tag zu hören, Frankreich sei eine geeinte Republik, deren Individuen frei sind und gleiche Rechte genießen. Das wurde zu einem abstrakten Universalismus, der nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat. An jeder öffentlichen Schule steht „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, die Jugendlichen, die daran vorübergehen, können über diese Leerformel nicht mal mehr lachen. Frei vielleicht, aber gleich? Die Segregation fängt ja schon in den Schulen an.“

 

Michel Wieviorka im Interview mit Alex Rühle

Süddeutsche Zeitung, 19.01.2015 (nicht online)

Mehreinnahmen aus Rundfunkbeitrag durch Erfassung aller „Schwarzseher“

Immer wieder wird behauptet, dass die Mehreinnahmen durch den Rundfunkbeitrag auch dadurch zustande kommen, dass nun alle Schwarzseher erfasst würden. Sicher, diese haben nun keine Möglichkeit mehr, die Beitragszahlung zu umgehen. Der Preis dafür ist jedoch, dass auch diejenigen bezahlen müssen, die über keine Rundfunk-Empfangsgeräte verfügen.

 

So hat das Statistisches Bundesamt (online) dargestellt, dass die Ausstattung der Haushalt mit fernsehgeräten seit 2009 gestiegen ist, doch zum 1.1.2014 bei 97,5 Prozent lag. (zum Vergleich 2009: 95,9 Prozent). Die Ausstattung der Haushalte mit Radiogeräten soll zum 1.1.2015 bei 90 Prozent gelegen haben. Weiterlesen Mehreinnahmen aus Rundfunkbeitrag durch Erfassung aller „Schwarzseher“

MDR in der Kritik

Wesentliche Aussagen der Studie Information oder Unterhaltung? Eine Programmanalyse von WDR und MDR von Joachim Trebbe , Anne Beier und Matthias Wagner (OBS-Arbeitspapier 17, Herausgeber: Otto Brenner Stiftung, online)

Der WDR bietet im Vergleich zu allen bisher untersuchten Dritten Programmen (im Bereich Information und Unterhaltung) den größten Anteil besonders relevanter, gesellschaftlich-kontroverser Themen (62 Prozent). Der MDR liegt mit 42 Prozent deutlich unterhalb dieser Marke und eher in der Nähe der vormals analysierten Programme von NDR und SWR. Der im Vergleich niedrige Informationsanteil des MDR ist vor allem auf höhere Anteile für fiktionale Unterhaltung durch Filme zurückzuführen. Die Anteile für weiche Themen mit Human-Touch-Charakter (Unfälle, Kriminalität, Prominenz) liegen in den analysierten Programmen mit 14 Prozent (MDR) und 10 Prozent (WDR) auf einem ähnlichen Niveau. Damit wird der umstrittene Befund der Vorgängerstudie bestätigt, dass Human-Touch-Themen in den Dritten Programmen der ARD einen hohen Stellenwert einnehmen. (S. 6) Weiterlesen MDR in der Kritik