Zitiert: Nicht mehr Kreativ-sein-dürfen

Es geht um die Gesamtsituation. Die Leute bei Mercedes dürfen nicht mehr kreativ sein, sie dürfen nichts mehr selbst entscheiden. Das hat natürlich auch mit den Compliance-Themen zu tun, die im Unternehmen herrschen. Ich sage immer: Das sind alles Lemminge bei Mercedes. Das sind keine eigenständigen Menschen mehr, die was bewegen dürfen, die Ideen haben dürfen, die nicht dem Mainstream entsprechen müssen.

Stefan Nägele, sueddeutsche.de, 23.07.2026 (online)

Zitiert: Es gibt nur weniger Gründer im Medienbereich

Vielleicht sind bestimmte Berufskulturen weniger gründungsorientiert, wie Wissenschaftler, Beamte und eben Journalisten. Heute überhöhen wir das Gründen in akademischen Kreisen, man spricht von Private Equity oder Strategieberatern. Dabei vergisst man, wie selbstverständlich es in Handel und Handwerk ist. Unter Friseuren oder Tischlerinnen ist es sehr gängig, zu sagen: „Ich mache jetzt mein eigenes Ding!“ Diesen Geist findet man bei Journalisten kaum. […]

Und Medien sind meist Manufakturen, keine Scaler. Trotzdem sind die wertvollsten Unternehmen der Welt heute Werbeträger-Unternehmen.

Sebastian Turner, journalist.de, 20.07.2026 (online)

Zitiert: Wie deutsche Firmen Hass und Hetze finanzieren

Die eigentliche Ironie dieser Entwicklung liegt jedoch in der Finanzierung der Plattformen. Während Wirtschaftsverbände und Konzerne regelmäßig betonen, wie wichtig ihnen gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Werte sind, spricht ihr Handeln auf dem Werbemarkt eine völlig andere Sprache. Die deutsche Wirtschaft finanziert –…

Zitiert: Für besseren Journalismus Führungsetagen entrümpeln

Um Journalismus zu verbessern, muss die Macht in den Redaktionen neu verteilt werden. Wer es mit oft ausgehöhlten Buzzwords wie New Work, Diversität und Digitaler Innovation ernst meint, muss seine Führungsetagen entrümpeln. Dafür sind nachhaltige Veränderungen in den Rekrutierungsmechanismen und der Talentförderung nötig. Zudem braucht es authentische Vorbilder mit unterschiedlichsten Biografien in den Strukturen. Erst dann, wenn Macht umverteilt wird, ist echte Mitgestaltung und eine bessere Berichterstattung möglich.

Marieke Reimann, journalist.de, 05.02.2026 (online)