Zitiert: Digitale Technologien schreiben patriarchalen Logiken fort

Die Art, wie wir uns durch den Alltag bewegen, wie wir Zeit, Raum und Routinen organisieren – all das ist tief in patriarchalen Logiken verankert. Gleiches gilt für die Technologien, die diesen Alltag strukturieren. Besonders deutlich wird das an Phänomenen wie Ride-Sharing,…

Zitiert: Infrastruktur ist nie neutral

Wer sie aufbaut, besitzt und über sie verfügt, bestimmt die Zukunft. Das haben die Anhängerinnen des Techno-Autoritarismus verstanden; sie argumentieren deswegen nicht länger gegen die Demokratie, sondern arbeiten daran, einen Ersatz für sie zu schaffen. Statt Wählerinnen überzeugen zu wollen, übernehmen sie…

Zitiert: Digitale Technologien binden mehr Zeit als sie freisetzen

Digitale Technologien, die eigentlich Zeitkontingente freisetzen sollen, binden selbst erhebliche Zeitressourcen. Ständig piept das Smartphone, ploppt eine neue Nachricht auf. Die britische Denkfabrik The QEII Centre kommt in einer Studie („The Distracted Economy“) zu dem Ergebnis, dass die Ablenkung durch Messengerdienste und Online-Meetings die britische Wirtschaft pro Jahr rund 21 Milliarden Pfund kostet. „Human Fracking“ nennt der amerikanische Historiker Graham Burnett das aufmerksamkeitsökonomische Bohren in unseren Gehirnen. Sind wir selbst die Werkzeuge unserer Werkzeuge?

Adrian Lobe, berliner-zeitung.de, 16.07.2025 (online)

Zitiert: Der Diskurs über Technologie wird auf allen Ebenen von den Konzernen bestimmt

Wir sprechen zum Beispiel über Social Media, als ob das ein neutraler Begriff wäre, ein Konzept, das schon immer in der Gesellschaft verankert war. Das ist aber nicht der Fall. Dasselbe gilt für KI. Wir reden über KI, als wäre es eine…

Zitiert: Was Technologie stärkt

Technologie neigt dazu, die Werte des Systems, in das sie eingeführt wird, zu verstärken. Wenn diese Werte Kostensenkung und höhere Produktivität sind, wird KI zur Automatisierung von Aufgaben und zur Konsolidierung der Arbeit eingesetzt werden, nicht um Freiräume zu schaffen. Die Arbeitsabläufe werden auf Schnelligkeit und Effizienz ausgerichtet sein, nicht auf Kreativität oder Reflexion. Solange es keine bewusste Verschiebung der Prioritäten gibt – eine Verschiebung hin zu einer Wertschätzung des menschlichen Inputs gegenüber dem reinen Output – wird die KI die Schrauben eher anziehen als lockern.

Bruno Giussani und Robert Muggah, sueddeutsche.de, 11.05.2025 (online)