Zitiert: Die Filterblasen-Theorie ist überholt

Durch Algorithmen im Internet konsumierten Nutzer vor allem Inhalte, die ihrem Weltbild entsprechen. Das steigere die Ablehnung gegensätzlicher Meinungen – so heißt es oft. Soziologin Anna-Katharina Meßmer hält diesen Erklärungsansatz für falsch. […] Filterblasen, so die landläufige Meinung, entstehen dadurch, dass uns…

Zitiert: Viele große Sender, Medien oder Firmen ohne Haltung

„Aufregung im Netz“ ist im Medienjahr 2023 in etwa so aufregend wie ein Rewe City in Köln-Ehrenfeld, sie scheint aber vor allem achtsame Universitäten, um ihr Image bemühte Konzerne oder größere Sendeanstalten immer noch verlässlich in Krisen zu stürzen. […] Sicher, man…

Zitiert: Twitter sei das, was man daraus macht

Mich beschäftigt vor allem die in der Debatte über Twitter hier und da vertretene These, Twitter sei das, was man daraus macht: Man habe über den „Folgen“-Button selbst unter Kontrolle, ob man Müll sieht oder Tolles. Das stimmt zum Teil – aber nur für den einzelnen. Die Bedeutung und Wirkungsweise von Social Media sind damit nicht erfasst. Ebenso stimmt es, dass ein einzelner durch Auswandern verhindern kann, mit Verkehrspolitik behelligt zu werden. Das sagt aber auch nichts über die Verkehrspolitik. Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)

Zitiert: Deutsche Debatten kommen einem ein wenig klein vor

Die deutschen Debatten über Sinn und Unsinn, Destruktivität und Schönheit von Social Media wie Twitter kommen einem ein wenig klein vor, wenn man bedenkt, wie sehr die Möglichkeit, sich zu äußern, sich zu informieren und Proteste zu organisieren, in anderen Gesellschaften mit Social Media verbunden ist. Irrelevant macht das unsere Twitter-Debatten nicht. Es ist nur wichtig, dabei nicht die Welt aus dem Blick zu verlieren.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)