Zitiert: Deutschlands Rundfunkbeitrag sechsthöchster in Europa

Im EBU-Durchschnitt betrug 2015 die jährliche Gebühr (pro Haushalt) 137 Euro. Hier liegt Deutschland mit 210 Euro jährlich hinter der Schweiz (433,00 €), Dänemark (326,60 €), Norwegen (307,96 €), Österreich (282,15 €) und Schweden (221,95 €). Europaweit sind die Rundfunkgebühren und -beiträge seit 2010 relativ stabil: In elf von 21 Ländern, in denen Beiträge bzw. Gebühren die Haupteinkommensquelle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind, blieben die Beträge stabil oder wurden sogar gekürzt.

 

Medienforschung des Bayrischen Rundfunks (online)

Programmauftrag von ARD und ZDF: frei von der Sorge, politisch Unkorrektes zu senden

Der Einwand, man müsse, leider, mit den privaten Wölfen heulen, man mache nicht Programm für niemand, verwechselt nicht nur eine unabweisbare Tatsache mit einer unwahrscheinlichen Möglichkeit. Er verkennt die Privilegierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch die Verfassung. Sie garantiert die Rundfunkfreiheit. Solange dieser…

Mehr Informationen bei ProSiebenSat.1 würde Gewinn nur unwesentlich schmälern

Man kann ja viele Gründe anführen, warum private Rundfunksender teilweise über den Rundfunkbeitrag finanziert werden sollten, wie es ProSieben-Sat1-Vorstand Conrad Albert in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung getan hat (Zitate z.B. hier):

  • weil sie mit ihren Nachrichtensendungen mehr junge Menschen erreichen als ARD und ZDF (was nicht stimmt),
  • weil sie für das junge Publikum die mediale Grundversorgung übernehmen ( aber gehen die nicht fast alle ins Internet?),
  • weil die Finanzierung nicht an der Institution, sondern an den Inhalten festgemacht werden sollte (Sollen dann auch Zeitungen und Internetangebote Beitragsmittel erhalten?)

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Zitat: Verbrauchabhängige Rundfunkgebühr

„Digitalisierung heißt Verschlüsselung heißt Adressierbarkeit heißt Individualisierung von Fernsehempfang. Der TV-Konsument muss ins Recht gesetzt werden, über den Umfang der nachgefragten Programmleistung selbst zu bestimmen: nicht irgendwelche voluminösen, zusätzlichen, verdeckten Paketlösungen, sondern Individualempfang und individuelle Abrechnung. Das funktioniert bei Wasser und Strom,…

Zitiert: Fehlende Transparenz bei ARD und ZDF

„Es ist weiterhin unklar, wie viel der deutschen Rundfunkbeitragsgelder ins Programm fließen und wie viel in Verwaltung und Pensionsrückstellungen, wie viele Millionen Euro die Experten bei Sportübertragungen für wenige Stunden Arbeit erhalten und warum rechercheintensive Dokumentationen nicht ins Schaufenster der Primetime gestellt werden.“

Lutz Hachmeister, Till Wäscher: Die deutsche Medienindustrie löst sich auf. In: Funkkorrespondenz 2-3/2017, S. 11; Nachdruck des Einleitungskapitel von: Lutz Hachmeister, Till Wäscher: Wer beherrscht die Medien. Verlag Herbert von Halem)