Zitiert: Bot, der täuschend echte Fake-News schreibt

Robo-Journalismus und Fake-News stehen Medienvertreter skeptisch gegenüber. Doch spätestens wenn Software gut klingende Fake-News produzieren kann, ist Grund zur Panik angesagt. KI-Forschern ist genau das gelungen. Die Arbeiten des Robo-Fakers lesen sich überraschend gut.

Die KI ist demnach in der Lage, zu jedem erdenklichen Thema einen Artikel zu produzieren. Alles, was es dazu brauche, ist eine knappe Themenbeschreibung, im Journalisten-Jargon “Küchenzuruf” genannt. Der Algorithmus arbeitet anschließend komplett unbeaufsichtigt und ohne menschlichen Einfluss.

Felix Disselhoff, meedia.de, 15.02.2019 (online)

Zitiert: Fotojournalismus – „Wahrheit ist über Fotos nicht zu bekommen“

Krieg und Konflikt sind keine permanente Abfolge dramatischer Ereignisse, die sich durch einzelne Fotografien abbilden ließen. So wird aus meiner Sicht der Konflikt sogar trivialisiert. Im Gegenzug braucht es mehr Bilder, die eine Annäherung an die Komplexität und die Struktur von Konflikten suchen, um die dahinter verborgenen Machtstrukturen zu zeigen.

Karen Fromm, Süddeutsche Zeitung, 09.04.2019 (online)

Zitiert: Soziale und gesellschaftspolitische Funktionen regionaler Berichterstattung

Mit Blick auf die hohe Nutzungsfrequenz und die verschiedenen Funktionen, die sie für die Rezipienten erfüllen, sind regionale Medienangebote aus demokratietheoretischer und gesellschaftspolitischer Perspektive von erheblicher Bedeutung. Ihre Aufgabe und gleichzeitig Herausforderung besteht in der Zukunft darin, die Nutzer nach Möglichkeit einzubinden und sie an den medialen Prozessen der lokalen und regionalen Kommunikation stärker partizipieren zu lassen, wie zum Beispiel durch Beteiligung an der Entstehung journalistischer Produkte.

Uli Gleich und Hanna Puffer in Media Perspektiven 01/2019, S. 5 ff. (online)

Zitiert: Nachrichtenredaktionen passen Realität den Sendeplänen an

Jede Stunde drei bis fünf Minuten im Radio, um 20 Uhr 15 Minuten im Fernsehen, rund um die Uhr in Nachrichtenkanälen – wir müssen füllen. Wir passen die Realität da draußen an unsere Sendepläne an. Jeden Tag gibt es scheinbar – das suggerieren wir unseren Nutzern – gleich viele wichtige, relevante Nachrichten. Aber das ist – mit Verlaub – Quatsch. Niemand steht regelmäßig fünf Minuten am Gartenzaun, um sich mal Wichtiges und mal weniger Wichtiges zu erzählen. Hauptsache fünf Minuten. Weiterlesen Zitiert: Nachrichtenredaktionen passen Realität den Sendeplänen an