Zitiert: Journalismus braucht funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“

Vor diesem Hintergrund greife der berufsethische Ansatz der meisten Journalist*innen, in erster Linie wahr, umfassend und korrekt zu berichten, zu kurz. Denn der Journalismus brauche eine funktionierende Öffentlichkeit als „Resonanzraum“. Sein Anspruch müsse daher sein, sich auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu engagieren. Gegen Brexit-Lügen und Corona-Leugner komme ein Journalismus, der allein auf Factchecking basiere, auf die Dauer nicht an. Nötig sei vielmehr auch der Erwerb und Einsatz eines „Grundwissens über Psychologie und Hirnforschung“.

Günter Herkel, verdi.de, 26.10.2020 (online)

Zitiert: Vertrauen muss man sich ökonomisch leisten können

Neurowissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Vertrauen und Misstrauen unterschiedliche Regionen des Gehirns aktivieren: Vertrauen wird in Bereichen generiert, die mit Belohnung verbunden werden; Misstrauen in Bereichen, die mit Angst verbunden werden. Sinkendes Vertrauen geht einher mit einer wachsenden Bereitschaft, gegen soziale…

Zitiert: Menschen sind der Ursprung von Desinformation, nicht Medien

Der Ursprung all dieser Desinformation sind nicht die Medien. Sie kommt von Personen in politischen Ämtern. Wir haben jetzt jahrelang zu Fake News in sozialen Medien geforscht, zur Rolle von Facebook und so weiter. Wir haben hier kein technisches Problem. Das Problem ist viel grundsätzlicher: Es liegt in unserem politischen System.

Gregory Martin zitiert im MDR-Altpapier, 21.01.2021 (online)

Zitiert: Beitragsfinanzierung Public-Value-Inhalten außerhalb der Sender

Als weiteres Element einer konvergenten Medienordnung könnte man bspw. einen Medieninnovationsfonds schaffen, durch den ein Teil des Rundfunkbeitrages auch für die Finanzierung unabhängiger privater Medienproduktionen eingesetzt wird. So könnte es auch Anbietern und Produzenten journalistisch-redaktioneller Inhalte außerhalb des jetzigen öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems ermöglicht werden, an der öffentlich-rechtlichen Finanzierung von Public-Value-Inhalten teilzuhaben und sonst nicht finanzierbare kreative oder investigative Beiträge zur Meinungsbildung bereitzustellen.

Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung, 2018, S. 57 (online)

Zitiert: Grenzüberschreitung Regierungspodcasts

Wenn mit Berufung auf „Regierungskreise“ berichtet wird, handelt es sich meist um vertrauliche Informationen, die Journalisten von Mitarbeitern der Regierung erhalten haben. Der Podcast der Bundesregierung verspricht, seinem Titel „Aus Regierungskreisen“ nach, einen Blick hinter die Kulissen. Interviewt werden Behördenleiter, Diplomaten oder…