Zitiert: Verleger haben ihre eigentlichen Wettbewerber übersehen

Die österreichischen Verleger kenne ich kaum. Die Schweizer Verleger ihrerseits haben zwanzig Jahre zu spät gemerkt, dass ihre eigentlichen Wettbewerber Google und Co sind und nicht das öffentliche Medienhaus. Globale Plattformen haben das Geschäftsmodell der Verleger zerstört, aber ihr Feindbild bleibt der ORF, in meinem Land die SRG. Doch inzwischen dämmert es einigen Verlegern, dass sie sich auf einem Nebenkriegsschauplatz verkämpfen. Das hat die Debatte leicht entspannt. Illusorisch und anachronistisch ist die Vorstellung, die Schwächung der öffentlich-rechtlichen Medien werde die privaten Medien wesentlich stärken.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.04.2023 (online)

Zitiert: Chatbot-Angebote funktionieren wie ein Staubsauger und eine Wurstmaschine

Solche Chatbot-Angebote funktionieren wie ein Staubsauger und eine Wurstmaschine. Der Staubsauger saugt alle von professionellen Redaktionen erstellten Inhalte ab, die im Netz erscheinen – und das ist sozusagen alles, was produziert wird – und leitet es in die Wurstmaschine. Dort werden die…

Zitiert: Lenkbarkeit der technischen Entwicklung

Aber die Einsichten aus der Geschichte von Mensch und Technik machen auch demütig, was die Lenkbarkeit der Entwicklung angeht: Vieles ist noch ungewiss. Ein zentraler Punkt etwa ist der Versuch, die künstlichen Intelligenzen mit moralischen Vorstellungen zu füttern. Man möchte nicht, dass…

Zitiert: 85 Prozent der Welt kommen in deutschen Medien kaum vor

Die übergroße Anzahl der Menschen leben im Globalen Süden. Trotzdem spielt dieser Raum in Medien oft kaum eine Rolle. Eine Studie legt Missstände auf und liefert Fakten zu Leitmedien. Nachrichten aus den Ländern des Globalen Südens fristen eine Randexistenz in der Berichterstattung…

Zitiert: Bedenken gegen den Bundespresseball

Generell habe ich Bedenken gegenüber glamourösen Veranstaltungen, bei denen Journalisten mit den Mächtigen verkehren, die sie eigentlich kontrollieren sollen. Es ist leicht, Veranstaltungen zur Pressefreiheit in anderen Ländern zu unterstützen, deren Regierungen wir kritisch gegenüberstehen; die zugrunde liegende geopolitische Dynamik ist offensichtlich.…