Zitiert: Es kann keinen objektiven Journalismus geben

Die Kriterien, wonach eine Redaktion und Journalist:innen auswählen und weglassen, sind immer geprägt durch die Menschen und die Werte des Mediums, für das jemand arbeitet. Die subjektiven Entscheidungen betreffen sämtliche journalistischen Prozesse: von der Themenauswahl über die befragten Quellen wie der Suche nach Expert:innen bis hin zu Bild-, Ton- und Wortwahl im finalen Beitrag. So zu tun, als würde das auf eine neutrale und objektive Weise passieren, ist eine Fata Morgana. Wir müssen viel mehr erklären, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten. Das schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Maren Urner, derstandard.at, 02.05.2023 (online)

Zitiert: Wie ein Skandal in den Hintergrund gerät

Das Timing der Kampagne ist genial, die Publikation ein fast perfekt orchestrierter Marketing-Coup. Das Buch erscheint pünktlich zur Leipziger Buchmesse. Nur eine Woche zuvor veröffentlicht „Die Zeit“ die umstrittenen WhatsApp-Ergüsse von Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner. Das höchst erfolgreiche Wochenblatt gehört zum Holtzbrinck-Konzern –…

Zitiert: Auf die Vertiefung der News kommt es an

Überall im Internet sind News gratis zu sehen und zu lesen: Nachrichten sind heute ein kostenloser Rohstoff. Worauf es ankommt, ist die Vertiefung dieser News. Solche Vertiefung erfolgt bei öffentlichen Medienhäusern vorwiegend audiovisuell, bei privaten vorwiegend in geschriebener Form. Da herrscht Komplementarität. Wer bei der SRG oder eines Tages beim ORF Texte ohne Bezug zu einer Sendung auf 1.000 Zeichen begrenzt, der ändert rein gar nichts an der Lage der Verleger, das ist Symbolpolitik. Und Kleinkrämerei.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.4.2023 (online)