Zitiert: Wahlabende als Mathematikstunden des Politikjournalismus

Die Sendezeit wird unter den Parteien aufgeteilt, die im Landtag zu erwarten sind. Regierungsbildungsoptionen werden in Szenarien sortiert. Kuchenstücke werden so aneinandergelegt, dass sie mehr als die Hälfte der Kuchenplatte einnehmen. Man kennt das Verfahren. Das Verfahren ergibt an sich auch Sinn.…

Zitiert: Medienversagen bei der Berichterstattung zur Landtagswahl

Die Frage ist allerdings, was für eine Kategorie „Versagen“ sein soll. „Medienversagen“ ist mittlerweile als Hashtag ein unspezifischer Social-Media-Selbstläufer, der im Zweifel auch unter jede Talk-Gästeliste gepackt wird, die jemandem nicht passt. Ich hätte es manchmal ja gern eine Nummer kleiner, weil…

Zitiert: Objektiv heißt nicht neutral sein -50 Jahre „Ila“

Die „Ila“, die ehrenamtlich produzierte Zeitschrift der »Informationsstelle Lateinamerika« aus Bonn, feiert sich. Eine Gewissheit: „Solange es den Kapitalismus gibt, wird dieser Planet nicht gerettet werden. Schließlich steht der Kapitalismus im Widerspruch zum Leben, zur Umwelt, zum Menschen, zu den Frauen.“ So formulierte…

Zitiert: In den Medien wird noch immer anders über Ostdeutschland berichtet

Für das Projekt wurden etwa 320 Millionen Presseartikel über Ostdeutschland ausgewertet, die zwischen 1990 und 2025 erschienen. Dabei fiel auf, dass etwa 70 Prozent der Artikel negativ konnotiert waren und bestimmte Begriffe besonders häufig verwendet wurden wie beispielsweise: überfremdet, völkisch, unterrepräsentiert, sozialistisch, antifaschistisch,…

Zitiert: Funktionsweise der Plattformen begünstigt populistische Inhalte

Dass Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube oder TikTok populistische Inhalte begünstigen, liegt an ihrer Funktionsweise. Verstärkt wird nämlich die Reichweite von Inhalten, die besonders viele Interaktionen auslösen, also etwa Shares, Kommentare, Likes und andere Emoji-Reaktionen. Belohnt werden also nicht nur Inhalte, die besonders viel Zuspruch erfahren, sondern auch solche, die besonderes viel Widerspruch erfahren. Oder am besten beides, Hauptsache viele Emotionen. Deshalb sind polarisierende Inhalte so beliebt.

Ingo Dachwitz, netzpolitik.org, 02.09.2026 (online)