Um ein sorgfältig austariertes Für-jeden-etwas-Portfolio mit Spannendem, Gefälligem und noch mehr gefälliger Krimi-Spannung handelt es sich auch beim Gesamtpaket der insgesamt 144 neuen Fernsehfilme, die die ARD in diesem Jahr erstausstrahlen will. 35 Mittwochs-Filmen am einzigen genre-offenen Sendeplatz im deutschen Fernsehen stehen 43 Sonntags-Krimis und 24 Donnerstags-Krimis gegenüber. … Weiterlesen Zitiert: Das Fernsehen bei ARD und ZDF auf dem Zenit?
Schlagwort Fernsehfilm
Zitiert: Wie gut Filme entstehen können
Es gibt die Talente in Deutschland, man muss nur die richtigen Leute zusammenbringen und zusammenhalten. Ein Riesenbudget, wie es zum Beispiel Tom Tykwer für sein Babylon Berlin bekam, braucht es dafür nicht: Die beteiligten Sender haben sich Das Verschwinden sechs Millionen Euro kosten lassen, 90 Drehtage gab es für das Projekt. Nicht schlecht, aber auch nicht rekordverdächtig. Spannend wird nun, ob das Fernsehpublikum die auf dem Filmfest spürbare Begeisterung teilen wird. Und wie die ARD es verkraftet, wenn trotz allem keine Tatort-Quote für sie herausspringt.
David Denk, Süddeutsche Zeitung, 29. Juni 2017 (online)
Wie und warum Frauen bei der Fernsehfilm-Produktion von ARD und ZDF benachteiligt werden
„Das Ergebnis der vorliegenden Studie zeigt, dass in den meisten Schlüsselpositionen der Fernsehfilmproduktion Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. Wie die Analyse der Absolventenzahlen an deutschen Filmhochschulen belegt, werden in vielen Bereichen anteilig weit mehr Frauen ausgebildet, als später im TV-Markt aktiv tätig sind. Mit Hilfe der durchgeführten Interviews und der Onlinebefragung konnten branchenimmanente Herausforderungen und Barrieren identifiziert werden, die für Frauen stärkere Hemmnisse darstellen als für Männer und zugleich Ursache dafür sein können, dass das in der Ausbildung geschaffene weibliche Potenzial nicht dauerhaft am Arbeitsmarkt ankommt. Weiterlesen Wie und warum Frauen bei der Fernsehfilm-Produktion von ARD und ZDF benachteiligt werden
Zitiert: Verlusterfahrung. Wie sich der deutsche Fernsehfilm in den letzten 50 Jahren verändert hat
„Heute lösen Fernsehfilme keine Skandale mehr aus. Selbstverständlich auch deshalb, weil vieles, was damals als sexuelle Darstellung, antiautoritäre Geste oder blasphemischer Moment provozierte, mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert ist.
Es legt aber auch daran, dass man in Fernsehfilmen nicht mehr provozieren will. Stattdessen sendet man das, was alle erwarten und lieben (sollen). So fehlt in Zukunft das, was heute provoziert, aber morgen gemocht und vor allem erinnert wird. … Weiterlesen Zitiert: Verlusterfahrung. Wie sich der deutsche Fernsehfilm in den letzten 50 Jahren verändert hat
Dokumentiert: ARD-Positionspapier zur Vielfalt Produzentenlandschaft
In dem Positionspapier (pdf) heißt es u.a.: „Film ist und bleibt ein wertvoller und wichtiger Bestandteil in den Programmen der ARD. Die ARD sieht daher in den Produzenten einen unverzichtbaren Partner zur Erfüllung ihres öffentlich-rechtlichen Auftrags. … Einem vielfältigen und leistungsfähigen Produzentenmarkt wird dabei aus Sicht der ARD auch durch verschiedene Formen der Filmfinanzierung entsprochen, welche von voll- über teilfinanzierte Auftragsproduktionen bis hin zum Lizenzkauf reichen können.“
Der von der Produzentenallianz geforderte Umstieg auf das reine Lizenzmodell wird von der ARD abgelehnt. Weiterlesen Dokumentiert: ARD-Positionspapier zur Vielfalt Produzentenlandschaft
