Zitiert: Schmale Gewinne, wenige Qualitätsanreize bei Fernsehfilmen

Bei einem Kinofilm hat ein Produzent eine Chance auf Gewinn, wenn ein Film erfolgreich ist und viele Leute ins Kino gehen. Die meisten Fernsehfilme sind dagegen reine Auftragsproduktionen. Da ist alles vorher kalkuliert, auch ein kleiner Gewinn für die Firma. Am ersten Drehtag hat der Produzent sein Geschäft quasi schon gemacht. Theoretisch könnte es ihm völlig egal sein, wie gut der Film wird, jedenfalls aus wirtschaftlicher Sicht. Die meisten Produzenten, die vom Fernsehen leben, bemühen sich trotzdem um hohe Qualität und opfern dafür oft genug ihre schmalen Gewinne. Aber ein wirtschaftlicher Anreiz, das zu tun, besteht nicht.

Jan-Josef Liefers, sueddeutsche.de, 30.10.2024 (online)

Zitiert: Wie bei den Fernsehfilmen gespart wird

Der „Tatort“ ist vermutlich das letzte Lagerfeuer der deutschen TV-Welt, um das sich immer noch zuverlässig viele Millionen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Gesellschaftsschichten versammeln. Im Fall des Münster-„Tatort“ handelt es sich noch dazu um eine Krimikomödie, da bräuchte man eigentlich erst…

Zitiert: Wie Drehbuchautorinnen und -autoren enteignet werden

Generell sichern sich die Sender mit Buy-out-Verträgen fast sämtliche Rechte an unseren Stoffen. Öffentlich-rechtliche Serienfolgen und Filme werden seit Jahren über verschiedenste Kanäle auch auf Streamingportalen wie Amazon, Apple+ oder Magenta ausgespielt, in den Mediatheken sind unsere Werke ebenfalls abrufbar, ohne dass…

Zitiert: Sind die Kino-Koproduktionen bei ARD und ZDF in Gefahr?

Ich befürchte eher, dass der Kinofilm bedroht ist durch die Fixierung auf Serien. Es gibt ja nicht mehr Geld. Wenn mehr Serien gemacht werden, muss die Finanzierung irgendwo herkommen und Fernsehfilme laufen in der Regel immer noch sehr gut in der Primetime.…