Zitiert: Was relevant ist, entscheidet kein Meetingraum, sondern die Community

Vielleicht wird manches zu sehr zerdacht und zentral bestimmt. Das hat wieder mit Reichweite und Relevanz zu tun. Das Publikum fragmentiert sich. Aber wenn ich genügend Fragmente zusammenfüge, entsteht trotzdem etwas Großes, das Menschen vielleicht stärker anspricht als ein breites, ungerichtetes Angebot. Medienmarken haben weiterhin Vorteile: Reichweite, mit der sie Gesichter und Formate etablieren können, und IP, deren Erzählmuster sich über Jahrzehnte bewährt haben. Unter Creatorn gibt es zudem selbst große Fans dieser Marken. Wenn die Kaulitz-Zwillinge „Wetten, dass..?“ moderieren, dann auch, weil sie das selbst toll finden. Das ist ein riesiger Schatz. Die Machtverschiebung ist trotzdem real: Was relevant ist, entscheidet kein Meetingraum mehr, sondern die Community. Im Digitalen kann sie diese Macht viel leichter entfalten. Das müssen Medienmarken anerkennen.

Tobias Schiwek, dwdl.de, 28.10.2026 (online)