Sport, das bedeutet: Daten, Daten, Daten. Nicht nur Ergebnisse und Tabellen, 500 Millionen Datenpunkte sind es, die bei einem großen Fußballspiel erhoben werden. Dass auch daraus etwas für die Berichterstattung folgt, für die Art und Weise, wie Inhalt produziert und rezipiert wird, liegt auf der Hand. Die Frage ist nur: Was? Und: Wie weit wird das gehen? […]
„Ich kann ohne journalistische Ausbildung einen wahnsinnig guten Text schreiben.“ Eine gut gefütterte, also mit ausreichend Informationen versorgte KI kann sogar individuelle Stile reproduzieren. […]
Sommer veranschaulicht es an einem Beispiel: „Ich habe einen japanischen Spieler in der Bundesliga, den kann ich praktisch in Real Time für alle Kanäle, die ich brauche, in den Fokus nehmen. Für jeden Markt, in jeder Sprache, in jedem Stil.“
Zielgruppenspezifische Aufbereitung nennt er das. Und man braucht nicht hinzuzufügen, dass sich „Aufbereitung“ im nächsten Schritt auch mit „Marketing“ ersetzen ließe, mit maßgeschneiderten Werbeangeboten, die dazu ausgespielt werden. […]
Allerdings ist die Frage immer noch: Werden diese Daten auch sinnvoll genutzt und eingeordnet? Sind sie bloße „Fun Facts“, oder helfen sie für ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge auf dem Platz?
Christian Kamp, faz.net, 18.02.2025 (online)