Zitiert: Das lineare Fernsehen ist auch im Jahr 2030 noch ein wichtiger Ausspielweg

Ich gehe auch davon aus, dass wir 2030 noch das WDR Fernsehen haben werden. Es wird aber sicher anders aussehen als heute. Die tägliche Reichweite vom WDR Fernsehen lag vor zehn Jahren bei über vier Millionen Menschen, jetzt liegt sie deutlich unter drei Millionen. Wir werden 2030 sicher ein noch stärker konzentriertes Programm haben, enger kooperieren mit anderen Dritten und zusammenrücken. Was das heißt und wie das in der Praxis aussehen kann, werden wir mit unseren Partnern in der ARD besprechen.

Ingmar Cario, dwdl.de, 29.09.2026 (online)

Zitiert: Fehlende Dokumentation im Fernsehen

Im Fernsehen wird zu attraktiven Sendezeiten viel ermittelt, geredet und gesungen. Dokumentiert wird vergleichsweise wenig. Die Zeit, die dafür fehlt, geht in den Talkshowstudios verloren, denen angesichts der erheblichen Konkurrenz hinsichtlich der Besetzung und der Themen wenig Überraschendes einfällt. Dass die Moderatoren politikinteressierte Vollprofis sind und immer wieder im gegebenen Korsett brauchbare Sendungen gestalten, ändert nichts daran, dass dem Fernsehen vor Mitternacht Rausgehjournalismus und die Vermittlung von Realität gut täte.

Philipp Krohn, faz.net, 21.01.2026 (online)