Es sei „kaum eine Strategie“ erkennbar, sagt der langjährige Medienmanager. Die jetzige Diskussion drehe sich „wenig um die digitale Zukunft der österreichischen Medien“.
Medienkenner Michael Grabner ist besorgt. Derzeit verhandeln ÖVP und FPÖ auch über Medienthemen, die FPÖ will wie berichtet Mittel des ORF kürzen, langfristig den ORF aus dem Staatsbudget finanzieren und den ORF-Beitrag abschaffen. Medienförderungen sollen nach freiheitlichen Plänen auch an „alternative“ Kanäle gehen.
Grabner macht sich Gedanken darüber, ob hier die geeigneten Menschen mit genügend Fach- und Branchenkenntnis verhandeln, „ich verstehe schon, Minister oder Ministeranwärter müssen nicht unbedingt Medienfachleute sein, aber was derzeit verhandelt wird, oder zumindest das, was an die Öffentlichkeit gelangt, ist bar jeder fachlicher Notwendigkeit, das macht Angst“, sagt er dem STANDARD.
derstandard.at, 05.02.2025 (online)