Zitiert: „mehr Menschen mit Branchenkenntnis“ in Medienverhandlungen

Es sei „kaum eine Strategie“ erkennbar, sagt der langjährige Medienmanager. Die jetzige Diskussion drehe sich „wenig um die digitale Zukunft der österreichischen Medien“.

Medienkenner Michael Grabner ist besorgt. Derzeit verhandeln ÖVP und FPÖ auch über Medienthemen, die FPÖ will wie berichtet Mittel des ORF kürzen, langfristig den ORF aus dem Staatsbudget finanzieren und den ORF-Beitrag abschaffen. Medienförderungen sollen nach freiheitlichen Plänen auch an „alternative“ Kanäle gehen.

Grabner macht sich Gedanken darüber, ob hier die geeigneten Menschen mit genügend Fach- und Branchenkenntnis verhandeln, „ich verstehe schon, Minister oder Ministeranwärter müssen nicht unbedingt Medienfachleute sein, aber was derzeit verhandelt wird, oder zumindest das, was an die Öffentlichkeit gelangt, ist bar jeder fachlicher Notwendigkeit, das macht Angst“, sagt er dem STANDARD.

derstandard.at, 05.02.2025 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)