Zitiert: Ist das Löschen von Kinderpornographie so schwer?

Wieso löschen Strafverfolgungsbehörden kinderpornographische Inhalte im Darknet nicht? Recherchen von „Panorama“ und „STRG_F“ zeigen, wie leicht es gehen könnte. […] In einem auf mehrere Monate angelegten Pilotprojekt spürten die journalistischen Rechercheure im anonymen Darknet kompromittierendes Material auf und halfen beim Entfernen aus dem Netz. Das sei schon mit kleinem Personalaufwand möglich gewesen, heißt es in einem Bericht des NDR. […]

Dass dieses Vorgehen keine direkte Nachahmung in den Behörden findet, bestätigt eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Sie teilte der F.A.Z. auf Nachfrage mit, „das Löschen von Darstellungen sexualisierter Gewalt von Kindern und Jugendlichen“ sei „ein wichtiger Teil“ der Arbeit des Bundeskriminalamts (BKA). Jedoch müssten „Ressourcen möglichst effizient und effektiv genutzt werden.“ Den Handlungsbedarf habe man aber erkannt und „Prozesse zur Reduzierung der Verfügbarkeit pornografischer Inhalte“ evaluiert und angepasst.

Robin Steimetz, faz.net, 06.02.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)