Wieso löschen Strafverfolgungsbehörden kinderpornographische Inhalte im Darknet nicht? Recherchen von „Panorama“ und „STRG_F“ zeigen, wie leicht es gehen könnte. […] In einem auf mehrere Monate angelegten Pilotprojekt spürten die journalistischen Rechercheure im anonymen Darknet kompromittierendes Material auf und halfen beim Entfernen aus dem Netz. Das sei schon mit kleinem Personalaufwand möglich gewesen, heißt es in einem Bericht des NDR. […]
Dass dieses Vorgehen keine direkte Nachahmung in den Behörden findet, bestätigt eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Sie teilte der F.A.Z. auf Nachfrage mit, „das Löschen von Darstellungen sexualisierter Gewalt von Kindern und Jugendlichen“ sei „ein wichtiger Teil“ der Arbeit des Bundeskriminalamts (BKA). Jedoch müssten „Ressourcen möglichst effizient und effektiv genutzt werden.“ Den Handlungsbedarf habe man aber erkannt und „Prozesse zur Reduzierung der Verfügbarkeit pornografischer Inhalte“ evaluiert und angepasst.
Robin Steimetz, faz.net, 06.02.2025 (online)