„Die Sender zielten darauf ab, die Intensivseher an das Programm zu binden. Intensivseher sind jene 33 Prozent der Zuschauer, die 80 Prozent des Fernsehkonsums ausmachen. Sie schauen bis zu acht Stunden täglich fern. Richtiger wäre es zu sagen: Sie lassen den Fernseher acht Stunden lang laufen. Sie wollen beim Fernsehen etwas anderes machen.“ So Malte Welding in seinem lesenswerten Essay zum deutschen Fernsehen „Stirbt das Land vor Langeweile?“ in der Frankfurter Rundschau (22.03.2012)
„Monatelang saßen sie zu Gesprächen zusammen, jetzt gibt es erstmal Sendepause: Der Internet-Streit zwischen Zeitungsverlegern und den öffentlich-rechtlichen Anstalten geht in eine neue Runde“, meldet die Frankfurter Rundschau.
Der Digitalkanal EinsExtra, der in seinem Programm Tagesschau-Nachrichten im Viertelstundentakt bietet, heißt ab morgen tagesschau24. Am inhaltlichen Konzept ändert sich nichts. Schon heute ändert der SWR die Abendschiene von EinsPlus und macht das Programm von 20.15 bis 24 Uhr zum jungen Programm.
Norbert Lammert führte einer Feier zum 60-jährigen Bestehen des Berliner Presse Clubs aus, dass ARD und ZDF 22 Stunden in der Woche, also mehr 1000 Stunden im Jahr, Talk senden. Für Bundestagsdebatten bleiben 28 Stunden – im Jahr.
Am Freitag veranstaltete die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihren traditionellen Filmempfang. Schauspielerin Iris Berben, welche als Präsidentin der Deutschen Filmakademie vorsitzt, rief Merkel zur Unterstützung auf und forderte eine schnelle Lösung im Urheberrecht. „Ohne Urheberschutz bleibt im Kino das Licht aus. Helfen Sie uns, Frau Bundeskanzlerin, dass es dazu nicht kommt“, sagte Berben. Nun, der deutsche Kinofilm wird im Durchschnitt zu 70% gefördert. Über 50% der Produktionsetats werden durch die Filmfördereinrichtungen gezahlt. Hinzu kommen die mittel von ARD bzw. ZDF, die noch einmal fast 20% ausmachen. Der deutsche Film ist also hoch subventioniert.