Zitiert: Warum eine Verpixelung angemessener gewesen wäre

Wim Wenders hat zugesagt, die Nacktszene mit Nastassja Kinski aus dem Film „Falsche Bewegung“ herauszuschneiden. Das ist ein Mittel des analogen Zeitalters. Auch eine digitale Bearbeitung wäre möglich gewesen. […] Dass „Falsche Bewegung“ nach der Überarbeitung „ein völlig anderer Film“ sein wird,…

Zitiert: Zensur existiert eigentlich in allen Gesellschaften

Man sagt immer, dass es Zensur nur in Autokratien gibt. Aber Zensur existiert eigentlich in allen Gesellschaften, in denen es bestimmte Machtinteressen gibt. Dafür braucht es keine kommunistisch regierte Gesellschaft. Oder eine autoritäre oder eine religiöse. Zensur funktioniert auch in einer modernen…

Zitiert: Landesmedienanstalten auf dem Weg von einer Lizenzbehörde zur allgemeinen Medienbehörde

Auf die Frage, ob sie sich von einer Rundfunkaufsicht zu einer allgemeinen Medienaufsicht entwickelt habe, verweist sie auf eine schrittweise Ausweitung seit 2003: zunächst Jugendmedienschutz, dann ab 2014 Werbegrundsätze und Anbieterkennzeichnung in Telemedien, schließlich 2020 die „Aufsicht über die Wahrung der journalistischen…

Zitiert: KI selbst kann im klassischen Sinn keine Zensur ausüben

Zensur geht im bisherigen Verständnis von Menschen oder Organisationen aus, die Systeme gestalten und steuern. Lange Zeit war sie vor allem ein Instrument von Staaten, doch heute wird sie auf parastaatlicher Ebene auch durch Plattformen, Konzerne oder andere Machtstrukturen umgesetzt. KI übernimmt dabei nicht die Entscheidung, sondern die Umsetzung. Und dabei geht es um schnelle, menschenlose Umsetzung. Sie filtert, gewichtet und sortiert Inhalte entlang von Vorgaben, die von Menschen definiert wurden.

Andre Wolf, taz.de, 30.04.2026 (online)