Zitat: Deutschland ist beim Dokumentarfilm ein Billiglohnland

So wie die Welt komplexer geworden ist, so sind auch die Anforderungen an die Produktion gestiegen. Die Filme sind sehr aufwendig und allein aus Deutschland heraus nicht herstellbar. Die deutschen TV-Sender finanzieren diese Filme nur mit Teilbeträgen und unsere Förderregularien lassen die…

Zitiert: Sportkosten bei der ARD

Der Sportetat wird in gerade und in ungerade Jahre unterteilt. Gerade Jahre sind sog. „Sportjahre“. In diesen finden üblicherweise Sportgroßveranstaltungen wie z. B. Fußball-Welt- und Europameisterschaften oder Olympische Spiele statt. In den Sportjahren sind die ARD-Umlagen wegen der hohen Kosten für die Übertragungsrechte sowie für die Produktionen deutlich höher. Dagegen handelt es sich bei den ungeraden Jahren um sogenannte „Nicht-Sportjahre“. Weiterlesen Zitiert: Sportkosten bei der ARD

Zitat: Aufmerksamkeit für Journalismus im Internet – 7 Minuten sollen Verlage retten?

Für Ernüchterung auf beiden Seiten könnte indes dieses Ergebnis der aktuellen ARD-ZDF-Online-Studie sorgen: Von den 45 Minuten, die die Deutschen täglich für internetbasierte Mediennutzung aufwenden, entfallen nur sieben Minuten auf das Lesen von Artikeln. Der Löwenanteil der Aufmerksamkeit gilt Musik, Podcasts und vor allem Videos. Der Verteilungskampf dreht sich also im Grunde nur um diese sieben Minuten. Die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen liest journalistische Angebote im Netz durchschnittlich immerhin 16 Minuten lang. Aber auch das ist – leider – nicht viel.

 

Volker Lilienthal, causa.tagesspiegel.de, 07.12.2017 (online)

Zitiert: Deutschland ist ein Dokumentarfilm-Billiglohnland

Die Welt hat sich allein im letzten Jahr extrem verändert und wir befinden uns an einer Zeitenwende. Das macht vielen Menschen Angst und wirft viele Fragen auf. Hierbei spielt der Dokumentarfilm eine extrem wichtige Rolle, was man auch an dem regelrechten Boom um den großen internationalen Dokumentarfilm ablesen kann.

Für mich als Produzenten gibt es zwei große Herausforderungen: Die Herstellung und die Distribution zum Publikum. So wie die Welt komplexer geworden ist, so sind auch die Anforderungen an die Produktion gestiegen. Die Filme sind sehr aufwendig und allein aus Deutschland heraus nicht herstellbar. Die deutschen TV-Sender finanzieren diese Filme nur mit Teilbeträgen und unsere Förderregularien lassen die Budgets nicht zu, die dafür nötig sind. Deutschland ist ein Billiglohnland im internationalen Vergleich. In keinem westlichen Land werden Dokumentarfilmer so schlecht bezahlt, wie in Deutschland, egal an welcher Front sie daran arbeiten. Weiterlesen Zitiert: Deutschland ist ein Dokumentarfilm-Billiglohnland

Zitiert: Warum man nicht von Staatsfunk reden sollte, wenn es keinen gibt

Ich habe den Staatsfunk in der DDR selbst kennengelernt. Man muss begreifen, was das heißt, Staatsfunk: personell, strukturell, finanziell und inhaltlich ein Mechanismus, der dafür Sorge trägt, dass man aus den Medien nur das erhält, was mit einer Staats- oder Parteilinie konform ist, alles andere wird ausgeblendet. Es bedeutet, dass man nicht erfahren hat, was in Tschernobyl tatsächlich passiert ist. Das dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorzuwerfen, für den ich mich so engagiere, weil er etwas Besonderes ist und weil ich das andere nie wieder haben möchte – das befremdet mich.

 

Karola Wille, sueddeutsche.de, 19.12.2017 (online)