Zitiert: Regieren wird so zum reinen Prozessmanagement

Einmal angenommen, eine Softwarefirma entwickelt ein Computerprogramm, das anhand von Variablen wie Teilnehmerzahl, Aggressivität geobasierter Tweets und Lautstärke eine Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der eine Demonstration in Gewalt umschlägt. Wenn eine Polizeibehörde diese Software einsetzt und auf Basis der Berechnung eine Demonstration untersagt…

Zitiert: Counterfeit Reality (gefälschte Realität) statt Fake News

„Manipulations-Software für Bilder und Videos wird immer besser – das Wettrüsten mit speziellen Programmen zu ihrer Enttarnung läuft. Wird die Wahrheit gewinnen? Mittels Software können Fotos, Videos und Tonaufnahmen inzwischen immer glaubhafter manipuliert oder – vorausgesetzt, es gibt genügend Ausgangsmaterial – einfach komplett neu zusammengestellt werden.“

 

Michael Moorstedt, sueddeutsche.de, 17.12.2017 (online)

Zitiert: Überwachungskapitalismus

Der Ex-Pirat Christoph Lauer widmet sich im Tagesspiegel dem Überwachungskapitalismus. Der Begriff Überwachungskapitalismus wurde durch die US-amerikanische Wissenschaftlerin Shoshana Zuboff geprägt und von ihr wie folgt definiert: „Die durch uns produzierten Daten sind Güter. Sie werden durch Überwachung produziert. Diese Überwachungsgüter haben einen Wert, sind also Überwachungskapital. Es entsteht ein Überwachungskapitalismus, in dem unser Verhalten zur Ware wird.“ Weiterlesen Zitiert: Überwachungskapitalismus

Klick-Tipp: Wie bedrohlich sind Big-Data-Algorithmen

Big Data ist eines der Topthemen in der Sachliteratur. Doch erst jetzt wendet sich erstmals eine Expertin für Künstliche Intelligenz mit einem Buch an eine breite Öffentlichkeit. Yvonne Hofstetter, die mit ihrem Unternehmen intelligente Software an militärische und zivile Auftraggeber liefert, gibt für den Laien verständliche Einblicke, wie selbstlernende Algorithmen funktionieren, erklärt, wie bedrohlich sie wirklich sind und weshalb die Politik versagt hat. In zehn Vorschlägen zeigt sie auf, wie dem profitablen Missbrauch von Daten entgegen gewirkt werden kann.

 

Ivonne Hofstetter im Interview mit Vera Linß im Radio-1-Medienmagazin vom 20.09.2014

 

Zum Nachhören

Lese-Tipp: Ist die Antivirensoftware so gut wie „tot“?

Dies behauptete der Vizepräsident von Symantec, Brian Dye, gegenüber dem Wall Street Journal. „Nur noch 45 Prozent aller Angriffe werde von dieser Software erkannt. Sie sei zwar weiterhin notwendig, aber ineffizient. Heutige Viren folgten keinem klar aufgebautem Programmschema, sie seien vielmehr dynamisch und daher nicht mehr als Schadcode zu identifizieren. Jeder werde angegriffen, daher reiche es eben nicht mehr aus, bekannten Schadcode zu scannen und zu eliminieren. Vielmehr gelte es nun die Folgen zu verhindern.“

 

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