Zitiert: Darf eine Nichtjüdin eine jüdische Figur spielen?

Helen Mirren spielt in einem Kinofilm die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir. Jetzt hat sie Ärger, weil sie selbst keine Jüdin ist. […] Darf Mirren Meir spielen? Die Frage ist vielmehr, warum diese Frage neu ist in einer so durchsensibilisierten Branche. Geht die…

Zitiert: Minimalistische Regieanweisungen, reichhaltiges Ergebnis

… eine Idee dahinter lautet: je mehr Freiheiten man Schauspielern lässt, desto mehr ihrer Fähigkeiten kommen dabei zum Vorschein. Ich bin also in der Regieanweisung minimalistisch, das Ergebnis ist extrem reichhaltig. … Dieses Eintauchen in andere Identitäten geht im gescripteten Schauspiel verloren.…

Zitiert: Schauspieler als Zulieferer

Selbst wenn ein Schauspieler praktisch in jeder Szene auftaucht, ist er bei entscheidenden Entstehungsphasen des Films abwesend. Er war nicht vorher beteiligt, und auch nicht nachher. Bei der langen Entwicklung des Drehbuchs, der Entscheidung für Drehorte, Ausstattung und in der gesamten Postproduktion ist er nicht anwesend, von Ausnahmen abgesehen. Das sind aber Phasen, die ganz entscheidend für die Entstehung eines Films sind. Ansonsten folgt er der Vision des Regisseurs.

Henry Hübchen, sueddeutsche.de, 02.02.2020 (online)