Zitiert: Wie viel „Bühne“ soll man Rechtextremisten bieten?

AfD auf allen Kanälen: Wenn sich die politische Öffentlichkeit ständig um Figuren der radikalen Rechten dreht, verliert die offene Gesellschaft. Das zeigt ein Blick in Länder, die uns in dieser Erfahrung voraus sind. […] Es wäre kühn, eine direkte Linie von der…

Zitiert: Über Einstellung der Wähler statt über deren Wahlverhalten berichten

Wir sehen, dass es einen relativ stabilen Anteil in der Bevölkerung gibt, die die rechtsextremen Ideologien teilen. Das sind immer um die 30 Prozent. Momentan gelingt es der AfD, einer extrem rechten und in Teilen neonazistischen Partei, sehr gut, diese Stimmen für sich zu mobilisieren. Dabei profitiert sie aber sehr deutlich von den Vorarbeiten (von) NPD und DVU, die unmittelbar in den 90er Jahren ansetzt.

Mit anderen Worten: In der Debatte über Rechtsextremismus sollten wir mehr über die Einstellung von Wählern reden und nicht nur über deren Abstimmungsverhalten.

Oliver Decker, MDR Altpapier, 20.08.2024 (online)

Zitiert: Was will die „junge Generation“

Der Junge strebt nach zukunftsfesten, generationengerechten Reformen. Er sucht nach dem Bild einer lebenswerten Gesellschaft und eines souveränen Kontinents im dritten Millennium. Er braucht die Verheißung auf das gute Leben. Zuversicht, Optimismus. Ein Gefühl davon, wie Glück in zehn oder zwanzig Jahren…

Zitiert: Wir hätten von Wallonien lernen können

In Wallonien […] haben schon in den 1990er-Jahren alle Rundfunkanstalten einen Pakt geschlossen, den „cordon sanitaire médiatique“: Menschen, die rassistischen, demokratiefeindlichen Gruppen nahestehen, bekommen keine Plattform; Einladungen zu Live-Interviews und Talkshows sind tabu. Nach rechtlichen Streitigkeiten urteilte der Belgische Staatsrat 1999: Der…

Zitiert: Das Problem heißt Rechtsextremismus und nicht Migration

Die neuesten Investigativ-Recherchen über die AfD zeigen schwarz auf weiß, welche Gefahr der erstarkende Rechtsextremismus darstellt. Diejenigen, die davon besonders bedroht sind, kommen in den Medien dennoch viel zu selten zu Wort – dabei sind wir ca. 25 Prozent der Bevölkerung.

Es braucht dringend ein Umdenken in Redaktionen, denn das bedrohlichste Problem für unsere Gesellschaft lautet Rechtsextremismus und nicht Migration. Höchste Zeit, sich von den rechtspopulistischen Framings zu verabschieden und sich in der Themensetzung auf reale Gefahren zu besinnen.

Neue deutsche Medienmacher:innen, 22.01.2024 (online)