Die TV-Nachrichtensender haben im letzten halben Jahrzehnt ihr Alleinstellungsmerkmal – kurze Newsbeiträge mit Bildern und längere Direkt-Berichterstattung – verloren. Zeitungen und Zeitschriften sind online zu halben Nachrichtensendern geworden. Vor kurzem konnte man die Anhörung Mark Zuckerbergs vor dem amerikanischen Kongress wegen der Cambridge-Analytica-Affäre auf dem YouTube-Account des Guardian live verfolgen. Weiterlesen Zitiert: In wenigen Jahren: TV-Nachrichtensender verlieren ihr Alleinstellungsmerkmal, Zeitungen und Zeitschriften warden online zu halben Nachrichtensendern
Schlagwort Qualitätsjournalismus
Silvesternacht 2017/18 in Leipzig Connewitz aus der Sicht des MDR, der Polizei und der Leipziger Internetzeitung
Im gesamten Stadtgebiet begrüßten die Leipziger Bürgerinnen und Bürger das neue Jahr überwiegend friedlich. …
Schwerpunkt des polizeilichen Einsatzes war, wie in den letzten Jahren auch, das Connewitzer Kreuz. Dort sammelten sich bis gegen 24:00 Uhr ungefähr 1.000 Personen. Ständig gab es weiteren Zulauf aus allen Richtungen. Weiterlesen Silvesternacht 2017/18 in Leipzig Connewitz aus der Sicht des MDR, der Polizei und der Leipziger Internetzeitung
Link-Tipp: „Ihr lügt doch alle“ – ORF-DialogForum zu Flucht und Qualitätsjournalismus
Der ORF hat einen Public-Value-Beauftragten. Der ORF jedes Jahr Ende April einen Public-Value-Bericht vor. Der ORF diskutiert im DialogForum regelmäßig grundlegende medienstrategische Fragen mit internationalen Gästen. Im letzten DialogForum ging es am 9. März um Flucht und Qualitätsjournalismus. Es wurde so angekündigt:
„Die Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Monate haben nicht nur die Glaubwürdigkeit der Politik erschüttert: Ebenso pauschale wie aggressive Kritik trifft die Medien, wenn es um die Berichterstattung zum Thema geht. Weiterlesen Link-Tipp: „Ihr lügt doch alle“ – ORF-DialogForum zu Flucht und Qualitätsjournalismus
Zitat: Was ist guter Journalismus (I)
Ein guter Journalismus, vor allem wenn er sich als politischer Journalismus versteht, sollte die „Tugend des Idioten“ pflegen – und zwar im positiven Sinne, nämlich die Kunst des Sich-Naiv-Stellens. Also: nicht so schnell Antworten, oder Positionen oder Phrasen oder auch bestimmte Sprachbilder akzeptieren, sondern einfach mal sich dumm stellen.
Brigitte Baetz, DEUTSCHLANDFUNK, 02.10.2015, Manuskript (pdf)
Zitat: Was ist guter Journalismus? (I)
„Journalismus heute muss die Zeit neu erfinden, die Zeit stillstellen, zeigen, dass die permanente Dynamik, die forcierte Info-Raserei nirgendwohin führt, Journalismus muss abbremsen. … Der homo digitalis neigt zur Weltfresserei, Weltvöllerei, er schlägt sich ohne Unterlass den Kopf und Magen voll mit Weltbild und Weltbild, gleichzeitig macht er kaum noch reale Erfahrungen, die diesen Welthunger stillen, diesen Erfahrungshunger. Guter Journalismus bringt die Welt in die Reichweite des Lesers, ohne gleichzeitig das Verlangen nach noch mehr Weltfresserei zu wecken.“
Dieter Anschlag in Medienkorrespondenz, 05/2016 (online)
