Zitiert: Bundesdeutsche Medienelite ist vor allem männlich, westdeutsch – und exklusiv

Wenn man den Begriff sehr eng hält, gehören zur Elite die Herausgeber und die Chefredakteure der großen Printmedien. Und die Intendanten, Chefredakteure und Programmdirektoren von Rundfunk und Fernsehen. Selbst wenn man noch andere hohe Führungskräfte hinzunimmt, ist das ein sehr überschaubarer Kreis…

Zitiert: „Die Ostdeutschen akzeptieren sich heute mehr als Ostdeutsche“

Die Ostdeutschen akzeptieren sich heute mehr als Ostdeutsche. Es gab eine Zeit, da versuchten viele Leute das zu verbergen. Da sagte ein Ost-Berliner nicht, er käme aus Ost-Berlin oder aus der Hauptstadt der DDR, da gab er sich lediglich als Berliner zu erkennen. Inzwischen gibt es da ein anderes Selbstbewusstsein. Aber das rührt auch fatale Geschichten auf. Immer sind es die Armen, die auf die Ärmsten einschlagen, das ist eine uralte Erfahrung. Und die AfD macht sich das zunutze. In Havelberg liegt die Partei auch etwa bei 25 Prozent. Was dabei vergessen wird: Fast das gesamte Führungspersonal dieser Partei stammt aus dem Westen.

Christoph Hein, Berliner Zeitung, 09.03.2019 (online)

Zitiert: Oberflächliches mediales Ost-Bashing muss aufhören

“Es gibt ja kein ostdeutsches Gen, das Ostdeutsche anfälliger für Rassismus macht. Nicht die Herkunft entscheidet über die Anfälligkeit für Rechtsextremismus, sondern Bildung, Alter, Einkommen und soziales Milieu.

Im direkten Vergleich, so eine aktuelle Studie, sind bei zwei Menschen in Ost und West, die bis auf ihren Wohnort ähnliche Bedingungen haben, keine Unterschiede bei der Einstellung zu Fremden feststellbar.

Die Bekämpfung von Rechtsextremismus ist wichtig, aber das wird nicht reichen, um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden.”

 

Sabine Rennefanz, Berliner Zeitung, 26.09.2016 (online)

„In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört“

„Die öffentliche Sache bedarf keiner Verkündigung, sondern der Volksaussprache. Diese wiederum braucht die Medien. …. Das Leitmedium für Klartext in der DDR war die Mündlichkeit. All dieses Öffentliche existierte fragmentiert, als Szene und Milieu. Daß es sich nie zur Öffentlichkeit vernetzte, darüber wachte der Staat. Als er die konzertierte Volksaussprache nicht mehr verhindern konnte, kam sein Ende. ….

Unter jenen, die im Lande bleiben wollten, kursierte der Aufruf einer Bürgerbewegung, die sich Neues Forum nannte. Der Text begann mit dem Satz: „In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat nd Gesellschaft offensichtlich gestört.“ Der Schlußsatz lautete: „Die Zeit ist reif.“ … Weiterlesen „In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört“