Zitiert: Medienkritik ist Langstrecke

Jörg Wagner: als Chance zu akzeptieren? Wie lang wird schon die Werbefreiheit von ARD und ZDF diskutiert? Weshalb ist die Strukturreform der ARD so schleppend? Warum diskutierten Private und Öffentlich-Rechtliche viel zu lange um tagesschau-App und Expansion im Netz? Warum gibt es noch immer Steuervermeidung bei den internationalen Medien-Playern? Nicht, weil wir Medienkritiker geschwiegen hätten.

Medienkritik ist Langstrecke. Und leider oft auch folgenlos.

Jörg Wagner, MDR Medien 360G, 26.10.2020 (online)

Zitiert: (Medien)Journalismus muss nicht Personen, sondern Strukturen kritisieren

Ich habe einige Male direkt Personen kritisiert. Doch ich bereue das, denn ich möchte mich lieber auf die Sache konzentrieren: auf Strukturen und Entwicklungen. Ich weiss, wie es ist: In den Redaktionen lässt sich ein Fehler selten auf eine Einzelperson zurückführen, denn die Journalistinnen und Journalisten werden zuweilen gedrängt, etwas zu tun, das zu Fehlern führt. Ohnehin müssen in erster Linie die Medientitel für ihre Outputs geradestehen und nicht einzelne Mitarbeitende.

Rainer Stadler, persoenlich.com, 04.10.2020 (online)

Zitiert: Medienjournalismus in den Massenmedien wird zunehmend unmöglich

Ich denke, dass Medienjournalismus in den Massenmedien zunehmend unmöglich wird. Vor allem in der Schweiz, denn hier haben wir in den letzten Jahren eine sehr starke Medienkonzentration erlebt. Es gibt faktisch nur noch vier Unternehmen: CH Media, TX Group, Ringier und die…

Zitat: Medienjournalismus ist in den Medienhäusern die unbeliebteste Disziplin des Journalismus

„Medienjournalismus ist in den Medienhäusern die unbeliebteste Disziplin des Journalismus. Die tägliche Mediennutzung von Radio, TV, Internet und Presse liegt zwar heute bei acht Stunden. Doch über die Akteure dieser acht Stunden erfahren wir fast nichts“, so der Schweizer Journalist Kurt W. Zimmermann, „Im Medienjournalismus sind die herrschenden Verhältnisse die Verhältnisse der Herrschenden. … Medienjournalismus ist stets ein internes Risiko für externe Geschäftsbeziehungen.“

 

Kurt W. Zimmermann auf http://de.ejo-online.eu/ (online)

Zitat: Die ideologische Verengung einiger Medienjournalisten

Der zweite Faktor, der die neuere Entwicklung kennzeichnet, ist eine ideologische Verengung, ja teilweise Indienstnahme medienjournalistischer Berichterstattung. Zahllose Polemiken in Tageszeitungen widmen sich seit etwa fünf Jahren dem öffentlich-rechtlichem Rundfunk und dessen mutmaßlich grenzenloser Expansion im Internet. Qualitätsblätter wie „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Süddeutsche Zeitung“ – beide mit eigenen Medienseiten – bedienten und bedienen diese politische Tendenz, die auch auf Zustimmung bei großen Teilen des Publikums stößt. Weiterlesen Zitat: Die ideologische Verengung einiger Medienjournalisten