Zitiert: Klassische Medien liefern „Verschwörern“ das „Argumentationsmaterial“

Die geposteten Artikel seien für sich genommen überhaupt nicht rechtsextremistisch, würden aber „in einer Art und Weise präsentiert, die sich nahtlos in ein rechtsextremistisches Weltbild einfügt“, sagt Ann-Christin Wegener. ….

Natürlich können sich Medien nicht davor schützen, dass man ihre Inhalte aus dem Zusammenhang reißt, verdreht und dann phänomenbereichsübergreifendend missbraucht. Sie sollten sich diese Möglichkeit aber stärker vor Augen führen. Die wesentliche Frage ist, welchem Affen man mit welcher Berichterstattung, Kommentierung und/oder emotionaler Zuspitzung da eigentlich Zucker gibt.

Steffen Grimberg, taz.de, 10.12.2020 (online)

Hat der private Rundfunk einen Vielfaltsauftrag?

„Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und privater Rundfunk sind der freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung sowie der Meinungsvielfalt verpflichtet.“ (Präambel Medienstaatsvertrag) Die in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, das ZDF, das Deutschlandradio und alle Veranstalter bundesweit ausgerichteter privater Rundfunkprogramme haben in ihren Angeboten die Würde des…

Zitiert: Kein organisiertes Verdummen der Gesellschaft

Ich würde nie von einem organisierten Verdummen von Gesellschaft ausgehen, stelle aber fest, dass es uns aus blankem Laissez-faire nicht gelungen ist, den Rationalismus als klare Position zu etablieren – was extrem wichtig wäre, weil es Demokratie-stabilisierend wirkt. Das haben wir unterlassen.…

Streitfall Vermögenssteuer – Defizite in der Medienberichterstattung

Tages- und Wochenzeitungen berichten eher wenig und dann meist ablehnend über Vermögens- und Erbschaftssteuern in Deutschland. Das ist das zentrale Fazit von „Streitfall Vermögenssteuer – Defizite in der Medienberichterstattung“, der aktuellen Studie der Otto Brenner Stiftung. Das ForscherInnenduo der Wirtschaftsuniversität Wien, Hendrik…

Zitiert: Lesezeitangabe für optimale Lebenszeitverwertung

Am putzigen Trend zur Lesezeitangabe aber lässt sich zweierlei ablesen: Offenbar gibt es einen Bedarf für betreutes Lesen, ganz im Sinne einer optimalen Lebenszeitverwertung. Und offenbar scheint die Medienbranche ihr Heil unter anderem darin zu sehen, dem Leser die Unsicherheit zu nehmen. Dabei ist die Unsicherheit der Branche selbst viel größer als die ihrer Nutzer.

Imre Grimm, Geschenkpapier im MDR Altpapier, 04.11.2020 (online)