Zitiert: Landesmedienanstalten sind für Telegram zuständig

Nach alledem handelt es sich bei Telegram um ein Telemedium, was die Überwachungszuständigkeit der LfM begründet. (S. 15)

Der Messengerdienst Telegram ist medienrechtlich als Telemedium einzustufen. Soweit in seinen Gruppen und Kanälen eingestellte Inhalte die Tatbestandsmerkmale des § 4 JMStV erfüllen, sind sie nach dieser Vorschrift unzulässig. Auf ein bestimmtes Maß an Öffentlichkeit kommt es dabei nicht an. (S. 28)

Gutachten von Professor Dr. Christian von Coelln: ZUR SACHLICHEN ZUSTÄNDIGKEIT DER LANDESANSTALT FÜR MEDIEN NRW IM HINBLICK AUF DIE REGULIERUNG VON INHALTEN IN GRUPPEN UND KANÄLEN VON MESSENGERDIENSTEN AM BEISPIEL „TELEGRAM“. 9.2.2022 (pdf)

Zitiert: Russische Sender verboten – ein fragwürdiger EU-Entscheid

In der vergangenen Woche weitete die EU ihre Sanktionen gegen Russland auch auf den Mediensektor aus. … Etliche Redaktionen informierten ihr Publikum über dieses Verbot. Aber bloss in Form einer Nachricht. Weitere Erwägungen oder Kommentare dazu waren kaum zu lesen. Man war…

Zitiert: Verbot russischer Staatsmedien ist ein Fehler

Wenn der Westen jetzt Medien verbietet, sendet er eine widersprüchliche Botschaft. Daher haben ja auch Journalistenorganisationen wie Reporter ohne Grenzen die Entscheidung der EU kritisiert. … Von Desinformation sprechen wir in der Regel, wenn unwahre Informationen mit einer Schadensabsicht verbreitet werden. Beide…

Zitiert: Aufgabe der Medien ist die kritische Distanz

Deutschland befindet sich in einer Art Kriegsrausch. Dies betrifft nicht nur Politiker, die geschlossen „eine der schlagkräftigsten Armeen in Europa“ aufstellen wollen, sondern auch die intellektuelle Elite. Nach einer zweijährigen Corona-Lethargie scheint makropsychologisch das Bedürfnis nach einem befreienden Moment überhandzunehmen. Hier müssen…

Zitiert: Der Diskurs um Misinformation in sozialen Netzwerken ist derzeit stark von moralischer Panik geprägt

Wir ergreifen heikle Maßnahmen, die Grundrechte berühren, ohne dass es eine faktische Entscheidungsgrundlage dafür gibt. Da muss ich auch den Journalismus kritisieren. Er war in den letzten Jahren sehr empfänglich für Geschichten, die irgendwie andeuten, dass Desinformation in den sozialen Medien höchst gefährlich sei.

Christian Hoffmann, kress.de, 03.03.2022 (online)