Zitiert: Ein systemisches Problem – gut bezahlte Regierungsaufträge für Journalisten

Wir wissen nicht, was für diese Geldbeträge jeweils geleistet wurde. Aber entweder war das Ausmaß der journalistischen oder sonstigen medialen Tätigkeiten im Staatsauftrag groß, was die Frage nach dem absorbierenden Zeitaufwand jenseits des journalistischen Hauptberufs aufwirft. Oder die gezahlten Honorare bewegten sich…

Zitiert: Neue Blätter über ihre Inhalte, nicht über Zielgruppen-Forschung entwickeln

In Nannens Vorstandszeit fallen großartige publizistische Erfolge wie Geo und Art, die beide aus dem Stern heraus entwickelt worden waren. Hier trat ein weiteres Missverständnis zutage. Neue Blätter waren für uns nur über ihre Inhalte zu entwickeln und nicht über Zielgruppen-Forschung. Für uns erwuchs kreative Kompetenz aus Wissen, Qualität, Dialogfähigkeit und Empathie.

Henri Nannen, aber auch andere Redakteure verfügten über das berühmte Bauchgefühl. Er hasste die Tabellen, liebte den Diskurs und glaubte an die dadurch entstehenden Geschichten.

Manfred Bissinger, sueddeutsche.de, 11.3.2023 (online)

Zitiert: Viele große Sender, Medien oder Firmen ohne Haltung

„Aufregung im Netz“ ist im Medienjahr 2023 in etwa so aufregend wie ein Rewe City in Köln-Ehrenfeld, sie scheint aber vor allem achtsame Universitäten, um ihr Image bemühte Konzerne oder größere Sendeanstalten immer noch verlässlich in Krisen zu stürzen. […] Sicher, man…

Zitiert: Mut nach innen wird wichtiger

Mut ist wichtig, aber nicht nur nach außen. Auch und vor allem nach innen müssen wir wieder mutiger werden, zu widersprechen, uns unterschiedliche Meinungen und Debatte in Redaktionen zu leisten. Die vergangenen Skandale um toxische Führungskultur in öffentlich-rechtlichen Funkhäusern zeigen, dass dieser Mut wieder wachsen muss, zusammen mit dem Vertrauen, dass die Mutigen geschützt sind und nicht bestraft werden, wenn sie den Mund aufmachen.

Björn Staschen, journalist.de, 9.3.2023 (online)