Zitiert: Meinungsbildung auf Basis eines Algorithmus‘

Das ist, leider, mediale Gegenwart: dass erfolgreiche, geschäftstüchtige und durchaus kluge Menschen sich ihre Meinung nicht mehr anhand unterschiedlicher Quellen bilden, denen sie vertrauen und die vielleicht sogar für unterschiedliche politische Richtungen stehen. Sondern sie begnügen sich damit, was ein einzelner Algorithmus ihnen einspielt. (Und dass die dpa nicht mal nachfragt, welcher Algorithmus denn, und sich nicht also vergewissert, dass Berndt, der durch Googles Youtube reich wird, sich seine Infos vermutlich vom selben Mega-Datenkraken einspielen lässt, rundet das triste Bild ab).

Christian Bartels, MDR Altpapier, 07.07.2026 (online)

Zitiert: Wie sollte eine linke Öffentlichkeitsstrategie heute aussehen?

Nach wie vor prägt das Bewusstsein, unter Beobachtung zu stehen, das Handeln sozialistischer Parteien – heute unter den Bedingungen von Fernseh-Liveschalten und Online-Streaming. Die Sozialdemokratie nahm um 1900 eine Analyse der Öffentlichkeit vor und entwickelte Strategien zur öffentlichen Kommunikation. Beides liegt für…

Zitiert: Demokratische Öffentlichkeiten fallen nicht vom Himmel

Digital souveräne Infrastrukturen entstehen nicht von allein, sie brauchen Förderung. Viele offene Plattformen scheitern derzeit noch an Nutzerfreundlichkeit und Skalierung. Genau da kann öffentliches Geld ansetzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verfügt über rund zehn Milliarden Euro im Jahr; schon ein Prozent davon, konsequent…

Zitiert: Die Reichweite von Redaktionen ist heute nicht selbstbestimmt

Sondern zu großen Teilen gemietet. Sie hängt davon ab, wie eine Handvoll Konzerne ihre Verteilungsalgorithmen einstellt. Meta hat journalistische Inhalte in seinen Feeds systematisch abgewertet, Plattformen wie X, Facebook und LinkedIn drosseln Beiträge, die nach außen verlinken; der Verweis-Traffic von allen Plattformen…