Wie sehr beeinflusst die politische Elite in Großbritannien und den USA die Perspektive, aus der Journalist*innen Auslandsberichterstattung betreiben? Zu sehr, meinen Jesse Owen Hearns-Branaman und Tabe Bergman, Herausgeber des Buches „Journalism and Foreign Policy: How the US and UK Media Cover Official Enemies“. […]
Die Stärke des Bandes liegt in seiner komparativen Anlage. Dadurch wird sichtbar, dass der zentrale Befund kein Einzelfall ist. Die Tendenz zur Eliteorientierung ist kein Merkmal der US-Berichterstattung über Russland allein. Sie zeigt sich in der britischen Berichterstattung über China, in der amerikanischen über Iran, in der westlichen über Afghanistan. Das einheitlich amerikanisch und britische Bild ist das eigentliche überzeugende Argument des Bandes.
Ilka Gartner, ejo-online.eu, 24.07.2026 (online)

