Zitiert: Gemeinwohl oder Markt – Der öffentlich-rechtliche Rundfunk am Scheideweg

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Vier junge Menschen sitzen auf einer Wiese und teilen sich lachend eine Pizza. Über dem Bild ist der Satz eingeblendet: „Gemeinsam wollen wir das Leben jedes Einzelnen jeden Tag ein bisschen wertvoller machen.“ Was würde Ihnen…

Zitiert: Systemische Probleme erfordern systemische Lösungen

Ich denke, wir können kollektiv etwas verändern: Wir können entscheiden, dass wir etwas gegen die Marktkonzentration einzelner Firmen und wirtschaftliche Ungerechtigkeit tun. Und wenn wir das schaffen, schwächen wir gleichzeitig verschwörerische Gedanken und das kollektive Trauma, das diese Gedanken für viele Menschen überhaupt erst so attraktiv macht.

Cory Doctorow, zeit.de, 23.05.2020 (online)

Zitiert: Die Selbstheilungskräfte der Wissenschaft leiden

Die Jagd nach Fördermitteln und die Publikationsflut sind zum Selbstzweck geworden. Es gibt Forscher, die sich damit brüsten, jährlich Hunderte Publikationen anderer Kollegen zu begutachten. Seriöserweise ist das nicht zu schaffen. An vielen Lehrstühlen müssen junge Forscher bereits während der Promotionsphase mehrere…

Zitiert: Wie Politik Autonomie unter Marktmacht erhalten muss

Für Habermas aber war seit jeher klar: Die Tatsache, dass wirtschaftliche Zwänge die Handlungsfähigkeit der Politik beschneiden, darf sich nicht zur Einschränkung der öffentlichen Autonomie ausweiten. In einer Demokratie, die den Namen verdient, müssen die Bürgerinnen und Bürger die Gesetze, unter denen sie leben wollen, selbst bestimmen können – und keine Marktmacht. Und um diese Selbstgesetzgebung heute gegenüber der Macht des globalen Wirtschaftssystems durchzusetzen, braucht es nach Habermas keine nationale „Politik der Krisenvermeidung“, sondern eine gestaltende Politik auf transnationaler Ebene.

Felix Kämper, sueddeutsche.de, 20.06.2019 (online)