Zitiert: Journalismus muss sich in Klausur begeben

Was wiegt schwerer: ein eigener Gedanke, dafür komplett vom Bot formuliert, oder eine KI-Analyse, dafür in eigene Worte gefasst? Der Editor-at-Large des Tagesspiegels, Stephan-Andreas Casdorff, hat sich offenbar gleich für beides entschieden und ganze Texte verfassen lassen, was Urteil und Konsequenz recht einfach macht.

Doch gerade weil es nicht nur die eine, sondern mindestens Fifty Shades of KI gibt, muss sich der Journalismus nun dringend in Klausur begeben. Ein Update steht an: Wie schaffen wir es, original und glaubwürdig zu bleiben und uns nicht schleichend selbst abzuschaffen?

Martin Niewendick, taz.de, 16.06.2026 (online)

Zitiert: KI ist als Dialogmaschine leistungsfähiger als Hitlers Radio

KI ist als Dialogmaschine leistungsfähiger für Gleichschaltung und Mob-Bildungen als Hitlers Radio und das Fernsehen des Imperialismus der Nachkriegszeit, weil KI in die Hetze Informationen über diejenigen einarbeiten kann, die von der Propaganda indoktriniert werden sollen.

Die liefern diese Informationen sogar „freiwillig“: beim Arbeiten mit KI, beim Kaufen und Verkaufen, bei der Pflege von Hobbys und ähnlichem – also: Selbsthypnose statt Hypnose.

Dietmar Dath, Telepolis, 14.06.2026 (online)

Zitiert: Wettlauf zwischen künstlicher Textgenerierung und Erkennungssoftware löst kein Problem

Wir können uns aber aktuell und sehr wahrscheinlich auch in Zukunft nicht darauf verlassen, erkennen zu können, wenn KI verwendet wurde. Das, was viele heute für typische KI-Sprache halten, stammt oft aus menschlichen Texten, mit denen die Systeme trainiert wurden. Gleichzeitig werden…