Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Bund und Länder zur Gründung einer „Stiftung Medienkompetenz“ aufgefordert, berichtete epd. Dadurch solle der Jugendmedienschutz verbessert werden. „Bund und Länder stehlen sich derzeit bei der Förderung von Medienkompetenz aus der Verantwortung“, sagte Kinderhilfswerk-Präsident Thomas Krüger der „Leipziger Volkszeitung (30.12.2014). Es gebe regional große Unterschiede. „In manchen Regionen herrscht heute immer noch medienpädagogisches Ödland.“ Zudem würden beim Thema Jugendmedienschutz „die Perspektiven der Nutzer, also von Kindern und Jugendlichen beziehungsweise ihren Eltern, an zu vielen Stellen systematisch vernachlässigt“. Weiterlesen Es gibt zu weiße Flecken auf der medienpädagogischen Landkarte
Schlagwort Jugendmedienschutz
„Dank“ Jugendschutz landet Chaos Computer Club im Pornofilter
Die voreingestellten Jugendschutzsysteme der britischen Internet-Provider verhindern offenbar den Zugriff auf die Webseite des Chaos Computer Club. Dies zeigt einmal mehr, dass der technische Jugendmedienschutz nicht funktioniert.
Out of Space: Kopien indizierter Filme oder Tonträger müssen herausgegeben werden
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien muss ein indiziertes Erotikvideo an einen Filmsammler herausgeben, so das Kölner Verwaltungsgericht.
„Die von der Behörde auf den Index gesetzten Medien seien demnach „amtliche Informationen“, in die jeder nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Einsicht nehmen dürfe. Damit könnten Medien mit pornografischen, gewaltverherrlichenden oder sogar pädophilen und antisemitischen Inhalten wieder in die Öffentlichkeit gelangen, deren Verbreitung eigens wegen dieser Merkmale beschränkt worden war“, heißt es auf presseportal.de. Auf jeden Fall seien Kopien jener indizierten Filme oder Tonträger herauszugeben, die sonst nicht mehr beschaffbar sind. Weiterlesen Out of Space: Kopien indizierter Filme oder Tonträger müssen herausgegeben werden
Dokumentiert: Hans-Bredow-Instituts zu den Vorschlägen der Länder zum neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag
„Aus wissenschaftlicher Sicht muss konstatiert werden, dass die geplanten Änderungen nicht angezeigt erscheinen, teilweise gar die Frage der Rechtmäßigkeit aufwerfen. Ein „konvergenter Jugendschutz“ wird durch sie nicht erreicht. Vielmehr besteht die Gefahr, dass einzelne Anpassungen zu großer Rechtsunsicherheit insbesondere für Laienanbieter von Telemedien führen, denen so das Risiko von Einschüchterungseffekten auf eine freie öffentliche Kommunikation innewohnen kann.“
Neuer Versuch der Rundfunkkommission: Jugendmedienschutzstaatsvertrag
„Die Rundfunkkommission der Länder hat einen Entwurf für einen neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) vorgelegt. Er soll den technischen Jugendmedienschutz stärken, indem unter anderem auch Inhalte in sozialen Medien wie Blogs von einer Alterskennzeichnung erfasst werden“, meldet heise.de
Innerhalb einer Online-Konsultation beim Freistaat Sachsen kann man seine Vorschläge bis zum 19. Mai einbringen. Schon am 12. Juni sollen dann zur Sitzung der Rundfunkkommission Eckpunkte für eine JMStV-Novelle vorgelegt werden. Bis Dezember soll der Staatsvertrag dann stehen. Weiterlesen Neuer Versuch der Rundfunkkommission: Jugendmedienschutzstaatsvertrag
