Zitiert: Was Recherche nicht bedeuten darf

Ich habe eine These – jetzt suche ich Material, das sie stützt. Sondern: Das Material liegt vor, und man muss es einordnen in KI-Slop, echt oder nicht belegbar. Alles andere untergräbt Vertrauen. Ein Nachrichtenbeitrag sagt implizit: Hier sehen Sie Wirklichkeit, jedenfalls einen überprüften Ausschnitt davon. Wenn ein KI-Video als vermeintlicher Beleg für brutales Vorgehen dient, wird diese implizite Zusage nicht eingehalten.

Ann-Kathrin Leclere, taz.de, 20.02.2026 (online)

Zitiert: Für besseren Journalismus Führungsetagen entrümpeln

Um Journalismus zu verbessern, muss die Macht in den Redaktionen neu verteilt werden. Wer es mit oft ausgehöhlten Buzzwords wie New Work, Diversität und Digitaler Innovation ernst meint, muss seine Führungsetagen entrümpeln. Dafür sind nachhaltige Veränderungen in den Rekrutierungsmechanismen und der Talentförderung nötig. Zudem braucht es authentische Vorbilder mit unterschiedlichsten Biografien in den Strukturen. Erst dann, wenn Macht umverteilt wird, ist echte Mitgestaltung und eine bessere Berichterstattung möglich.

Marieke Reimann, journalist.de, 05.02.2026 (online)

Zitiert: Einordnungen als wichtiger Bestandteil von Moderationen

Einordnungen sind aus meiner Sicht ein wichtiger Bestandteil von Moderationen. Eine Sendung wie das „auslandsjournal“ soll, anders als eine reine Nachrichtensendung, den Blick auf die Geschichten hinter den Nachrichten lenken und zum Entdecken neuer Standpunkte einladen. Das geschieht hauptsächlich in den Beiträgen…