Dokumentiert: Es gibt noch keinen „mobilen Journalismus“ in Deutschland

Im Jahre 2007 gab es die erste Befragung zu „mobilem Journalismus“. Nun folgte die zweite. Cornelia Wolf vom Lehrstuhl für Computervermittelte Kommunikation der Universität Passau stellte in Media Perspektiven (03/2014) ihre Ergebnisse vor, deren Fazit ich hier in Ausschnitten dokumentiere:

 

„Es herrscht eine Diskrepanz zwischen einerseits der Relevanz, die mobilem Journalismus zugeschrieben wird, sowie den Hoffnungen, die mit mobilem Publizieren verbunden sind, und andererseits den geringen Ressourcen, die personell, zeitlich und finanziell in die Produktion der Angebote investiert werden. … Weiterlesen Dokumentiert: Es gibt noch keinen „mobilen Journalismus“ in Deutschland

Verfall journalistischer Sitten beim SWR

Verdi listet Vorgänge auf, aus denen man „einen viel tiefer gehenden Verfall guter journalistischer Sitten“ erkennen kann, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

„So würden SWR-Hörfunkwellen mit vorab bestellten Hörer-O-Tönen Eigenwerbung betreiben, externe Fachleute würden als „SWR-Experten“ tituliert, SWR-Korrespondenten lieferten „Live-Reportagen“, bevor sie überhaupt am Ort des Geschehens seien und bei ihren Abmoderationen würden sie „aus Lissabon“ sagen, obwohl sie in Madrid säßen. Außerdem gebe es ständig Interviews im Format „Drei Fragen – Drei Antworten“, bei denen die Antworten aufgezeichnet und die Fragen vorgefertigt würden.“

 

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Dokumentiert: Die Grenzen der Diversifikation für Zeitungsverlage, wenn sie dem Journalismus gerecht werden wollen

„Aus Verlagen werden Medien- oder gleich Mischkonzerne, thematisiert wird das in den hauseigenen Presseprodukten jedoch kaum. Die Glaubwürdigkeit des Journalismus gerät in Gefahr. Eine Offenlegungspflicht aller Beteiligungen im Handels- und Dienstleistungssektor wäre als Basis wünschenswert, genauso wie Veröffentlichungs-Historien der Redakteure. Transparenz gewährleistet nebenher die Seriosität der Kernmarke als auch des publizistischen Outputs für Publikum und Werbekunden. Im Onlinebetrieb ist sie bereits weit verbreitet, im Print technisch nicht umsetzbar.“

 

Jan Krone, carta.info

Zitat: Ulrik Haagerup, Infochef des dänischen Rundfunks DR über „Constructive News“ und trimediales Arbeiten

„Constructive News“ bedeutet eine Ergänzung der traditionellen Kriterien, was berichtenswert ist: Wir müssen unsere Filter bei der Wahrnehmung der Welt anders justieren. …

Wir zeichnen aber ein falsches Bild von der Welt. Nehmen Sie unser Bild von Afrika: Krieg, unfassbare Grausamkeit, Hunger, HIV-Infektionen und andere Seuchen, Überbevölkerung, Armut. … Das wahre Bild Afrikas ist ein anderes. … Weiterlesen Zitat: Ulrik Haagerup, Infochef des dänischen Rundfunks DR über „Constructive News“ und trimediales Arbeiten