Zitiert: das Problem an Pro-und-Contra-Formaten

Es sind Gedankenspielereien, Übungen aus dem Rhetorikseminar, wo man sich mit den Argumenten der Gegenseite vertraut macht, um sie besser entkräften zu können. Solche Gedankenspiele sind legitim, wenn es um Dinge geht wie Fassadenbegrünung oder die Gestaltung eines Spielplatzes. Aber schon bei…

Zitiert: Untermalungsmusik in Nachrichtensendungen

Über das weite Feld der „Informationskriege“, „Fake News“ und manipulierten Nachrichten ließen sich Bücher schreiben (wie Claus Kleber es ja tut), die bloß Gefahr liefen, bei Erscheinen den dynamischen Entwicklungen schon wieder weit hinterherzuhinken. Vieles, was „Fake“ genannt wird, ist keineswegs vollständig…

Zitiert: Was in der deutschen Kommunikationswirtschaft fehlt

Wie bestimmen Wirtschafts- und Politikinteressen das Mediensystem, das wir haben? Dieser Ansatz ist in der deutschen Kommunikationswissenschaft ausgestorben (…) Dabei ist die Frage nach der wirtschaftlichen Dimension genau so wichtig, wenn wir heute über Medientransformation und Digitalisierung sprechen. Das wird aber in der wissenschaftlichen und politischen Debatte häufig außen vor gelassen.

Mandy Tröger, taz.de, 04.10.2020 (online)

Zitiert: (Medien)Journalismus muss nicht Personen, sondern Strukturen kritisieren

Ich habe einige Male direkt Personen kritisiert. Doch ich bereue das, denn ich möchte mich lieber auf die Sache konzentrieren: auf Strukturen und Entwicklungen. Ich weiss, wie es ist: In den Redaktionen lässt sich ein Fehler selten auf eine Einzelperson zurückführen, denn die Journalistinnen und Journalisten werden zuweilen gedrängt, etwas zu tun, das zu Fehlern führt. Ohnehin müssen in erster Linie die Medientitel für ihre Outputs geradestehen und nicht einzelne Mitarbeitende.

Rainer Stadler, persoenlich.com, 04.10.2020 (online)

Zitiert: Warum Journalismus nicht mit allen diskutieren muss

Wir müssen als Tatsache anerkennen, dass es eine kleine Gruppe von Menschen gibt, die sich Sachargumenten verschließt. Aus einer naiven pädagogischen Haltung heraus tun wir oft so, als könnten wir Rassisten und Verschwörungsfantasten mit guten Argumenten bekehren. Aber die Realität zeigt, dass das meist nicht funktioniert. Wir verschwenden unsere Zeit, wenn wir sie immer wieder mit Sachargumenten konfrontieren.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)