ARD und ZDF: Formatentwicklung, Darstellungsweisen und Inhalte im Bann der Algorithmen

Die Interviews offenbaren eine deutliche Orientierung der redaktionellen Tätigkeiten an algorithmischen Funktionsweisen. Redaktionsentscheidungen und journalistische Arbeit werden von den Erfolgsprinzipien der jeweils bespielten Plattformen mitbestimmt. Das betrifft sowohl Form und Darstellung als auch die Auswahl von Themen – und damit die Inhalte.…

Zitiert: Afghanistan-Debakel als Folge medialer Zerrbilder

Auch das Afghanistan-Debakel im Sommer 2021 ist ein Beispiel für die Folgen (medialer) Zerrbilder. Nach dem Abzug westlicher Truppen übernahmen die islamistischen Taliban wieder das Land. Die Überraschung im Westen war groß. Allerdings war die Berichterstattung jahrelange aus den Großstädten gekommen und…

Zitiert: Ein krasses Beispiel von Desinformation und Nicht-Information

Es war am 23. Mai 2021: Unter dem Vorwand, es sei ein Terroranschlag an Bord geplant, überredeten belarussische Sicherheitskräfte den Piloten eines Passagierflugzeug der Ryanair, das von Griechenland nach Litauen unterwegs war, zu einer ungeplanten Landung in Minsk. Dort verhafteten die Behörden…

Zitiert: Spielejournalismus wird so gut wie nicht bezahlt

Damit ich als Journalist meine Miete zahlen kann, muss ich jeden Monat vier bezahlte Texte veröffentlichen. Dazu kommen vier weitere Texte für Versicherungen und nochmal vier, um Geld für Essen, Trinken und sonstige notwendige Einkäufe im Alltag zu haben. Budget für einen…

Zitat: Zeitvernichtung in den Redaktionen der ARD

Zudem wird die Zeitvernichtung durch die „beständigen Meetings und Abstimmungsrunden“ für das Crossmediale Newscenter bemängelt.

Kurt Sagatz, tagesspiegel.de, 27.4.2022 (online)

Eine Nebenwirkung der Crossmedialität ist, dass alle immer über alles informiert sein sollen, damit keine Doppelarbeit entsteht. Das führt leider auch dazu, dass jeder permanent Informationen erhält, die er gar nicht benötigt. Und das passiert meistens auf endlos langen Sitzungen.